CDU Celle begeht Neujahrsempfang vor Rekordkulisse

Politik Von Redaktion | am So., 10.01.2016 - 18:10

NIENHOF. Auf dem traditionellen Neujahrsempfang des CDU-Kreisverbandes Celle in Nienhof konnten über 200 Gäste begrüßt werden. Christina Langspecht, die Vorsitzende des CDU-Samtgemeindeverbandes Flotwedel, zeigte sich in ihrer Begrüßung sehr erfreut über die große Resonanz. Die Veranstaltung wurde durch die Feuerwehrkapelle Oppershausen musikalisch begleitet.



Der hiesige Landtagsabgeordnete Ernst-Ingolf Angermann zeigte in seinem Grußwort die Schwächen der Rot-Grünen Landesregierung auf. Diese betreibe immer weitere Personalaufstockung und schaffe Strukturen, um dort Parteimitglieder mit Posten zu versorgen. Anträge der CDU, zu einer Stärkung der Sicherheit und Infrastruktur, lehne die Landesregierung hingegen rundweg ab. „Die Neuverschuldung könnte deutlich verringert werden, wenn die Landesregierung ihre Rücklagen in Höhe von 350 Millionen € auflösen würden.“

Aber diese benötige sie für Wahlgeschenke im kommenden Jahr, vermutet Angermann. Auch die Flüchtlingspolitik habe die Landesregierung verschlafen und erst viel zu spät auf Druck der Opposition reagiert. Als besonderen Erfolg vor Ort hebt Angermann die Verhinderung der Y-Trasse hervor, die zu einer Zerschneidung landwirtschaftlicher Räume und der Infrastruktur geführt hätte. Hierbei lobte er besonders die konstruktive Arbeit des Vorstandes des Aktionsbündnisses gegen den Trassenneubau .

Der Kreisvorsitzende und Bundestagsabgeordnete Henning Otte zeichnete die erfolgreiche Bundespolitik unter Dr. Angel Merkel nach, die zu einer Rekordbeschäftigung, einem ausgeglichener Haushalt sowie einer sehr geringen Jugendarbeitslosigkeit geführt hätte. „Deutschland steht mit seinen Verbündeten vor epochalen Herausforderungen im Kampf gegen den Islamischen Staat, der Stabilisierung Afghanistans, der Bekämpfung von Fluchtursachen sowie der russischen Provokationen in Osteuropa.“ Zur Bewältigung dieser Probleme, sei die Bundeswehr ein wichtiger Pfeiler, „die volle Rückendeckung der CDU genießt und finanziell, materiell und personell gestärkt werden muss.“ Flüchtlinge stünden in der Pflicht die deutsche Sprache zu lernen und sich an die Grundsätze des Grundgesetzes zu halten. „Wer diese nicht achtet, muss Deutschland wieder verlassen.“ Um neben dem Landrat auch nach der Kommunalwahl im September den Oberbürgermeister Celle zu stellen, habe die CDU einen Kandidaten „mit Finanz- und Verwaltungserfahrung, der mitten im Leben steht.“

Der Oberbürgermeister-Kandidat Dr. Jörg Nigge nutzte die Gelegenheit, sich in seiner Rede der CDU Basis vorzustellen: „Celle kann mehr“, fasst er zusammen. Der Kandidat mit Celler Wurzeln habe in Gesprächen bei Familien und Bekannten in Celle oftmals Resignation und Perspektivlosigkeit feststellen. Die Amtszeit von Oberbürgermeister Mende seien sieben verlorene Jahre, in denen Celles Chancen nicht genutzt und „durch Steuererhöhungen strukturell ausgetrocknet wurde.“

Nigge betont, dass für ihn die Stadt an erster Stelle stehe. „Alle demokratischen Parteien und die Verwaltung müssen zusammenarbeiten und Lösungen finden, um das große Entwicklungspotenzial Celles auch zu nutzen.“ Die Erfahrung aus seiner Arbeit bei der Senatsverwaltung möchte er nutzen, um für Celle neue Perspektiven zu öffnen und die Stadt zu gestalten. Seiner Rede folgten stehende Ovationen.

In seinem Schlusswort zeigt Landrat Klaus Wiswe die großen Herausforderungen auf, vor denen die Kommunen stünden. „Man muss die Wahrheit sagen: Die Gemeinden und Landkreise sind mit weiter hohen Flüchtlingszahlen auf Dauer überfordert.“ Dieser Meinung schlössen sich alle Landräte an - egal welcher politischen Ausrichtung. „Wenn die Nachfrage nach Gesamtschulen gibt, können wir diese nicht ignorieren“, erläutert Wiswe den Prüfauftrag der Kreis-CDU zu einer zweiten Gesamtschule.

„Der Neujahrsempfang in Nienhof war wieder einmal ein voller Erfolg, den man am riesigen Interesse an der Veranstaltung und der großen Unterstützung des Oberbürgermeister Kandidaten Dr. Nigge sehen konnte“, resümierte abschließend Henning Otte.

Hier geben wir zusätzlich die Rede von Ernst-Ingolf Angermann wieder:

 
Fotos: Peter Müller