CELLE. Die CDU Ratsfraktion will mehr Freizeitsportflächen im Stadtgebiet schaffen. In einem aktuellen Antrag wird die Verwaltung beauftragt, ein Umsetzungskonzept zu erstellen. Damit hat die CDU eine Empfehlung des Sportentwicklungsplans aufgegriffen.

„Wenn wir Celle als sport- und bewegungsfreundliche Stadt ausbauen wollen, dann muss dies auf zwei Säulen geschehen. Einmal gilt es, die Vereine in ihrer Arbeit zukunftsgerecht und nachhaltig zu unterstützen, indem die Sportförderrichtlinien mit Schwerpunkt auf die inhaltliche Arbeit der Vereine ausgerichtet werden. Zum anderen
müssen wir dem geänderten Freizeitverhalten der Bügerinnen und Bürger Rechnung tragen“, erläutert Ratsherr und Vorsitzender des Sportausschusses Joachim Ehlers (CDU) die Initiative der CDU. Eine zentrale Aussage des Sportentwicklungsplans sei, dass trotz der hohen Bedeutung des Vereinssports die meisten Sport- und Bewegungsaktivitäten in der heutigen Zeit außerhalb der Sportvereine stattfänden. Gestützt werde diese Aussage durch die Ergebnisse der Einwohnerbefragung, so Ehlers. Ein geändertes Freizeitverhalten und der Hang zu Individualisierung begünstigten zunehmend diesen Trend zum Freizeitsport außerhalb der Vereine.

„Der Status einer sport- und bewegungsfreundlichen Stadt wird daher auch wesentlich durch die vorhandenen Freizeitsportmöglichkeiten bestimmt“, betont Heiko Gevers, Vorsitzender der CDU Ratsfraktion. Die Befragungsergebnisse zeigen, dass es in Celle diesbezüglich noch erheblichen Bedarf gebe. Um Celle unter ganzheitlichem Aspekt zu einer sport- und bewegungsfreundlichen Kommune fortzuentwickeln, seien weitere Freizeitsportflächen wie zum Beispiel Bolzplätze, Laufstrecken oder Basketballflächen zu schaffen.

In das gesamte Verfahren von der Bedarfserhebung bis zur Umsetzung sollen nach Vorstellung der CDU ausdrücklich die Ortsräte einbezogen werden, denn sie könnten verlässlich sagen, wo es konkreten Bedarf in den Stadtteilen gebe. „Wenn die Ortsräte sich ebenso in die weitere Umsetzung einbringen möchten, wäre das
ideal“, führt Ehlers weiter aus. So sollte es auch möglich sein, dass sich die Ortsräte mit den Stadtteilgemeinschaften an den Ausführungsarbeiten beteiligen können. Dies sei gleichzeitig ein wirkungsvoller Beitrag zur Identifikationsstiftung im Ortsteil, und es helfe, Kosten zu reduzieren. In diesem Zusammenhang verweist Ehlers auf die überaus positiven Erfahrungen beim Bau des Spielplatzes „Im Schmaul“ der das Produkt der Stadtteilgemeinschaft sei.

Die Kosten für die Herstellung solcher Flächen sollen von der Verwaltung zu erheben werden, dürften aber nach Einschätzung von Gevers im unteren Bereich liegen. Außerdem sei Sportentwicklung ein Teil der Stadtplanung und damit eine Querschnittsaufgabe, so dass finanzielle Mittel nicht nur aus dem Sporthaushalt einzusetzen wären, verdeutlichen Gevers und Ehlers.

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