CELLE. Die CDU-Ratsfraktion will die Radwegeverbindungen von den Ortsteilen an die Stadtmitte verbessern und fordert in einem aktuellen Antrag die Planung von Premiumradwegen, die auch für E-Bikes, Fahrradanhänger und Lastenräder geeignet sind. „Jede fünfte Autofahrt in Deutschland ist kürzer als zwei Kilometer, ungefähr die Hälfte aller Autofahrten ist kürzer als fünf Kilometer. Zudem hat das Fahrrad im innerstädtischen Kurzstreckenverkehr deutliche Zeitvorteile gegenüber dem KFZ. Damit ist ein enormes Potenzial für einen Umstieg auf das Fahrrad vorhanden“, stellt CDU-Ratsherr Joachim Ehlers fest.

In den letzten zehn Jahren stagniere jedoch der Radverkehrsanteil. Umfragen hätten ergeben, dass zwei Drittel der Menschen in Deutschland gerne radeln, sie es aber aus Angst vor Unfällen nicht tun. Dies sei vornehmlich auf eine unzureichende Fahrradinfrastruktur zurückzuführen. Auch in Celle entspreche die Fahrradinfrastruktur trotz erheblicher Verbesserungen in der jüngsten Zeit noch nicht den zukünftigen Anforderungen.

„Um das vorhandene Potenzial in Celle zu nutzen und einen nachhaltigen Wechsel vom KFZ auf das Fahrrad attraktiver zu machen, müssen entsprechende Voraussetzungen geschaffen werden. Mit sogenannten Premiumradwegen sollen in dieser Hinsicht insbesondere die Radwegeanbindungen der Ortsteile an die Kernstadt verbessert werden. Dabei sind die Radwege an die Erfordernisse für E- Bikes, Lastenräder und Fahrradanhänger anzupassen“, erläutert Ehlers. Ebenso seien bei zukünftigen städtebaulichen Planungen auch die Voraussetzungen für eine moderne Fahrrad- und Fußgängerinfrastruktur zu schaffen. Die Verwaltung habe den Auftrag, geeignete Routen zur Entscheidungsfindung für die politischen Gremien vorzuschlagen.

„Jede Vermeidung einer KFZ-Fahrt ist nicht nur ein Beitrag für die Umwelt, sondern bedeutet auch, dass der verbleibende KFZ Verkehr stetiger fließt. Wir wollen nicht mit moralisch erhobenem Zeigefinger das Autofahren vermiesen, sondern für einen Umstieg werben“ ergänzt der CDU Fraktionsvorsitzende Heiko Gevers. „Bei den Anstrengungen zur Verbesserung des Radverkehrs dürfen wir die Bedürfnisse der Fußgänger jedoch nicht aus dem Blick verlieren. Daher müssen sämtliche Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur unter einem ganzheitlichen Ansatz betrachten“, hebt Ehlers hervor.



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