Celler CDU-Ratsfraktion erläutert ihre Ideen zum Klimaschutz

Politik Von Extern | am Mi., 06.11.2019 - 18:09

CELLE. Die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Celle erläutert, wie sie sich die Umsetzung von Klimaschutzzielen auf kommunaler Ebene vorstellt. "Ohne wirksames Handeln in den Kommunen werden die nationalen Klimaschutzziele nicht umzusetzen sein. Es genügt aber nicht, den Klimanotstand festzustellen, sondern es bedarf konkreter Maßnahmen, um die Klimaschutzziele zu erreichen", sagt der Vorsitzende der CDU-Fraktion Heiko Gevers. 

Politischer Wille der CDU Fraktion sei, dass die Stadt Celle einen Beitrag zum nationalen Klimaziel leistet, bis 2030 den CO2 Ausstoß um 55% im Vergleich zu 1990 zu senken und sich zu einer klimafreundlichen und nachhaltigen Kommune entwickelt, verdeutlicht CDU-Ratsherr Joachim Ehlers. Daher beantrage die Fraktion, dass Klimaschutz als strategisches Ziel auf allen Ebenen mit hoher Priorität festgelegt und ein wesentliches Kriterium bei allen Entscheidungen werde. "Das bedeutet, dass jedes einzelne Handlungsfeld auf Energieeffizienz, Klimaneutralität und Nachhaltigkeit zu überprüfen ist. Zudem sind in Beschlussvorlagen analog zu den finanziellen Auswirkungen auch die Umweltverträglichkeit der jeweiligen Maßnahme mit aufzunehmen", verdeutlicht Gevers. 

Ganz konkret wolle die CDU-Fraktion mit einer Photovoltaik-Offensive die Nutzung erneuerbarer Energien zur Wärme- und Stromerzeugung in kommunalen Liegenschaften einschließlich denen der WBG vorantreiben. "Wir wollen weiterhin in sämtlichen kommunalen Handlungsfeldern unter ausdrücklicher Einbeziehung der kommunalen Unternehmen sämtliche Maßnahmen auf Energieeffizienz, Klimaneutralität und Nachhaltigkeit weiter optimieren", erklärt Ehlers Die Verwaltung erhalte daher den Auftrag, relevante CO2-Einsparpotenziale sowohl in den öffentlichen Bereichen als auch Verwaltungsintern zu definieren und Vorschläge zu deren Umsetzung zu erarbeiten. 

Neben einer effizienten Abfall- und Ressourcenwirtschaft sowie Abwasserbehandlung und Wasserversorgung sei insbesondere auch die klimaschonende Mobilitätsentwicklung ein wesentlicher Baustein. Im Bereich der Stadtentwicklungsplanung solle durch eine konsequente Ausrichtung der Bauleitpläne an den Zielen des Klimaschutzes energieeffiziente Siedlungsstrukturen erreicht werden. Im Wohnungsbau seien alle Möglichkeiten des energieeffizienten Bauens auszuschöpfen, wobei im öffentlichen Wohnungsbau der städtischen Wohnungsbaugesellschaft WBG hierbei eine Vorreiterrolle zukomme. 

"Klimaschutz ist letztendlich eine Querschnittsaufgabe der Verwaltung. Bestehende Synergien zwischen den Handlungsfeldern Städtebau, Verkehr und Energieversorgung sind konsequent zu nutzen. Bei allem Ehrgeiz und gutem Willen wird die Stadt allein den Beitrag zum Klimaziel wohl nicht in vollem Umfang leisten können. Es müssen ebenfalls Kooperationsmöglichkeiten mit lokalen und überregionalen Akteuren ausgelotet werden", heben Gevers und Ehlers hervor.