CELLE. „Da hat sich die Celler SPD aber enorm beeilt, das politische Sommertheater zu eröffnen, obwohl die politische Sommerpause noch gar nicht begonnen hat“, wundert sich der Vorsitzende des CDU Stadtverbandes Celle und stellvertretende Vorsitzende der CDU Stadtratsfraktion, Alexander Wille. „Die polemischen Anwürfe, die die SPD gegen den OB Dr. Jörg Nigge erhebt, sind nicht belastbar und stammen aus der untersten Schublade des Niveaus der politischen Auseinandersetzung. Rein menschlich betrachtet, kann ich nachvollziehen, dass die Celler SPD ihre Schmerzen der verlorenen OB- und Kommunalwahl noch immer nicht überwunden hat und dass die Stimmung bei den Sozialdemokraten nach drei krachend verlorenen Landtagswahlen nicht die beste sein kann. Wenn sich die SPD nun offenbar Donald Trump als leuchtendes Beispiel nimmt und sich mit dem Verbreiten von „Fake-News“ die Celler Politik so zusammenbasteln möchte, wie es ihr gefällt, ist das nicht hinnehmbar“, so Wille.

„Wenn SPD-Fraktionschef Jörg Rodenwaldt und SPD-Ratsherr Joachim Schulze OB Nigge vorwerfen, ein „Haushaltschaos“ verursacht zu haben, haben sie offenbar die mehrfachen und eingehenden Erläuterungen der Verwaltung zum Haushaltsdefizit in den letzten Monaten schlicht nicht verstanden. OB Nigge hat zu seinem Amtsantritt den Haushalt so vorgefunden, wie er war und sofort gehandelt. Dieses Erkenntnisdefizit könnten die Herren Rodenwaldt und Schulze ganz einfach überwinden, indem sie ihren ehemaligen SPD-Oberbürgermeister Mende zur Lage des Haushaltes zum damaligen Zeitpunkt befragen – der wusste schon zu Ende seiner Amtszeit, was auf die Stadt zukommen würde“, stellt Wille klar.

Auch die weiteren Unterstellungen zielten ins Leere, so Wille: „Der Ausschreibungstext zur Neubesetzung des Postens des Sozialdezernenten stammte noch aus der Feder von Dirk Ulrich Mende, hier gab es keine Abstimmung mit dem designierten OB Nigge. Bei der Entscheidung zum Wiederaufbau der abgebrannten Sporthalle an der Burgstraße war der Verwaltungsausschuss beteiligt, auch hier gab es keinen Alleingang des OB. Hier wurde erfolgreich verhindert, dass die Stadt Millionen Euro ausgibt, ohne dass die Celler Sportvereine auch nur eine Stunde Nutzungszeit hinzugewonnen hätten. Dass die SPD schließlich von einem „gefühlt“ zunehmenden Leerstand in der Innenstadt spricht, macht sie endgültig lächerlich. Kommunalpolitik ist die Arbeit zum Wohle unserer Stadt und der Menschen, die hier leben – nicht das Fabulieren über Gefühle. Die Celler SPD mag sich einmal fragen, warum sie dem OB Nigge vorwirft, verschiedene Herausforderungen in unserer Stadt nach 100 Tagen im Amt noch nicht vollumfänglich gelöst zu haben, zu deren Lösung ihr SPD OB Mende 8 Jahre lang Zeit gehabt hätte.“

Sorgen bereitet Wille schließlich die Arbeit der SPD im Celler Stadtrat: „Seit Beginn der Ratsperiode ist die Arbeit der SPD destruktiv. Bei der Konstituierung des Rates verlässt sie medienwirksam den Ratssaal, anstatt an demokratischen Abstimmungen teilzunehmen. Den Haushalt unserer Stadt und das unverzichtbare Haushaltskonsolidierungskonzept trägt sie im Rat nicht mit. Sie spricht mit nebulösen Prüfanträgen dem Leiter und allen Mitarbeitern der Kämmerei ihr pauschales Misstrauen aus und auch der Beteiligung von Jugendlichen durch die Einrichtung des Jugendparlamentes widerspricht die SPD. Tragfähige konstruktive Vorschläge ist die Rats-SPD bislang schuldig geblieben. Ich sehe, dass der SPD Fraktionsvorsitzende, Dr. Jörg Rodenwaldt, als Landtagskandidat versuchen muss, Profil zu gewinnen. Wenn dies dazu führt, dass die SPD-Stadtratsfraktion bis zum Termin der Landtagswahl am 14.01.2018 nur noch zu Wahlkampfzwecken dienen soll, stiehlt sich die Celler SPD aus ihrer Verantwortung für unsere Heimatstadt“.

Eine Antwort zu “CDU Vorsitzender Wille: Vorwürfe gegen OB Nigge sind Fake-News”

  1. Otto Boecking Dr. sagt:

    Natürlich könnte man sagen, es ist reine Spekulation, aber es ist doch wahrscheinlich eben nicht ganz abwegig anzunehmen, dass wenn die politischen Verhältnisse genau umgekehrt wären, dann würde man das derzeit erlebte politische „Theater“ und die gegenseitigen Anfeindung auch von Seiten der CDU erleben müssen, wäre Herr Dr. Nigge nicht gewählt und Herr Mende weiter im Amt. Das erlebt man ja tagtäglich seit dem Regierungswechsel bei der Landesregierung. Hier strapazieren die CDU (und auch die kleine Minderheit der FDP) tagtäglich die Staatskanzlei, die Ministerien und Behörden mit vermeintlich wichtigen sogenannten „Kleinen Anfragen“. Das geht so weit, dass man sich fragen muss, wann ist da noch Zeit sich den aktuellen Herausforderungen zu stellen. All das sorgt nach meiner Meinung weiter für Politiker-Verdrossenheit in den Wählerkreisen. Jeder, auch die SPD, müsste sich doch geradezu herausgefordert fühlen, das Wahlkampf-Versprechen von Herrn OB Dr. Nigge parteiübergreifend sich für das Wohl dieser Stadt gemeinsam zu engagieren, auszutesten. Das würde natürlich voraussetzen, sich von der Last der Vergangenheit und Parteizwängen zu befreien und gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Ob das klappt? Jedenfalls sind 100 Tage der konstruktiven Zusammenarbeit zum Wohle der Stadt Celle wohl eher vertan, wenn man von dem politischen“Theater“ hier in Celle so liest – meint Dr. Otto Boecking (Wienhausen)

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