CDU Winsen fordert Grundschulneubau

WINSEN/ALLER. „Wir müssen schauen, wie wir die Kindergarten- und Grundschulsituation in unserer Gemeinde mit Blick auf die Zukunft gestalten wollen. Es hat sich herausgestellt, dass die 'Große Winser Lösung' (Errichtung eines XXL Kindergarten in Südwinsen und anschließende Nutzung des Kindergartengebäudes Allerstraße durch die Grundschule am Amtshof) nicht den Anforderungen der Grundschule entspricht“, sagt CDU-Fraktionsvorsitzender Burkhard Hoppenstedt zu den neuesten Vorlagen der Verwaltung für den Bauausschuss am heutigen 12. September 2019.

Zum Hintergrund teilt die CDU mit:  Der Grundschule am Amtshof fehlt es an Klassen- und Fachräumen. Nach derzeitigem Stand hat sich die Auffassung der Verwaltung in diesem Punkt entscheidend verändert. Die Räumlichkeiten des Kindergartens Allerstraße reichen demnach nicht, wie bisher angenommen, aus, um den Platzbedarf der Grundschule zu decken. Somit kann das Gebäude Kindergarten bleiben und die Politik muss nach anderen Lösungen suchen.

„Damit steht für uns als CDU aber auch fest, dass der XXL Kindergarten in Südwinsen mit sechs Gruppen nach seiner jetzigen Planung nicht zur Umsetzung kommen kann“, leitet Wiltrud Schumann, Mitglied im für Schulen zuständigen Fachausschuss, folgerichtig ab. „Weiter gilt es, festzuhalten, dass wir mit einem erneuten Anbau an die Grundschule am Amtshof die Grundschullandschaft nicht zukunftsfähig gestalten, sondern lediglich kurzfristig Dampf vom Kessel nehmen. Winsen und seine Ortsteile sind für junge Familien attraktiv und sie wachsen stetig. Mit der Lückenbebauung und der Ausweisung neuer Baugebiete, die von allen Parteien mitgetragen werden, steigen aber auch die Schülerzahlen. Dem muss die Politik Rechnung tragen und zwar jetzt“, führt Schumann weiter aus.

Die Grundschule ist bereits jetzt sechszügig, so die CDU. Nach dem Niedersächsischen Schulgesetz sollen Grundschulen jedoch nicht mehr als vierzügig sein. Alles darüber hinaus werde derzeit nur geduldet. „Uns als CDU geht es in erster Linie um gute Bedingungen zum Lernen. Nicht umsonst sollen Grundschulen im Normalfall nicht mehr als vierzügig sein. Zu viele Kinder auf immer enger werdenden Raum bedeutet mehr Lärm, mehr Stress und somit eine deutliche Verschlechterung der Gesamtsituation für Schüler und Lehrer“, stellt Gymnasiallehrer und CDU-Ratsherr Dr. Wolf Nitschke klar.

„Wir als Politik stehen nicht mehr oder minder vor der Entscheidung, die Container auf dem Schulhof durch einen Anbau zu ersetzen oder aber die Mittel hierfür gleich in eine neue Grundschule zu stecken, um bei einem weiteren Anstieg der Schülerzahlen in der Zukunft vorbereitet zu sein. Nach unserer Auffassung ist ein Neubau die einzig richtige Entscheidung, um die Grundschullandschaft in Winsen nachhaltig voran zu bringen“, erläutert Gemeindeverbandsvorsitzender Hans-Günter Grunke den CDU-Antrag zum Bau einer zweiten Grundschule in Winsen (Aller). „Gleichzeitig würde - durch einen Neubau - die Grundschule am Amtshof entlastet. Klassenräume wie auch Fachräume stünden dann in ausreichender Anzahl zur Verfügung und man könnte flexibler auf die Anmeldezahlen, auch im Hinblick auf die Herausforderungen der Inklusion, reagieren“, so Grunke weiter.

„Wir als CDU-Fraktion im Gemeinderat und CDU-Gemeindeverband stehen hinter der stetigen Entwicklung unserer Gemeinde und fordern alle politischen Parteien und Gruppen auf, hier mit uns gemeinsam an einem Strang zu ziehen, um Winsen im Bereich der Grundschulen langfristig gut aufzustellen. Daher bitten wir um Unterstützung unseres Antrages“, so Fraktionschef Hoppenstedt abschließend.

CDU Antrag Grundschule Neubau