Celle-Uelzen Netz GmbH: 80 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energien

Wirtschaft Von Redaktion | am Mi., 27.07.2016 - 20:01

CELLE. "Der Ausbau Erneuerbarer Energien hat im Netzgebiet der Celle-Uelzen Netz GmbH ein hohes Niveau erreicht", teilt das Unternehmen mit. Dies dokumentiert es in seinem sechsten Erneuerbare-Energien-Bericht, der über die Einspeisung von Ökostrom in das Stromnetz für 2015 Auskunft gibt.

„Durch die Einspeisung von rund 801,5 Millionen Kilowattstunden Ökostrom aus Anlagen privater und gewerblicher Betreiber in das Stromnetz der Celle-Uelzen Netz GmbH konnten in 2015 rund 80,5 % des Strombedarfs abgedeckt werden", erläutert Dr. Ulrich Finke, Geschäftsführer der Celle-Uelzen Netz GmbH, den hohen Anteil der erneuerbaren Energien in der Region. Die Vorgaben der Bundesregierung, bis 2035 mindestens 55 % des Stroms aus erneuerbaren Energien zu erzeugen, sind damit in der Region Celle-Uelzen bereits in 2015 mehr als erreicht.

Die weitere Novellierung des Erneuerbare Energien Gesetzes habe den Ausbau von Ökostrom gebremst, so dass sich die ehemals dynamische Entwicklung nicht mehr fortgesetzt habe. In 2015 seien zudem die Einspeisung in das Stromnetz der Celle-Uelzen Netz GmbH durch Netzgebietsveränderungen beeinflusst worden und  somit rückläufig gewesen. Ohne diese Entwicklung läge die Steigerung im Ausbau von Erneuerbaren Energien bei rund 1,4%, so Finke.

Vom Ausbau der erneuerbaren Energien profitierten laut dem Energieversorger nicht nur die Anlagenbetreiber, sondern auch die gesamte Wirtschaftsregion Celle-Uelzen. So habe die Celle-Uelzen Netz GmbH in 2015 nach den Vergütungssätzen des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG) eine Gesamtsumme von rund 133 Millionen Euro an die Einspeiser ausgezahlt.

Der hohe Anteil von Ökostrom in der Region sei das Ergebnis des großen Engagements der vielen Anlagenbetreiber. Zugleich unterstütze die Celle-Uelzen Netz GmbH diese Entwicklung durch gezielten Netzausbau mit hohen Investitionen. Rund 11 Millionen Euro hat die Celle-Uelzen Netz GmbH 2015 nach eigenen Angaben in ihr Stromnetz investiert. "Nur mit entsprechend ausgebauten Netzen sind solch große Einspeisemengen möglich. Oberste Priorität dabei: Sicherstellung von Netzstabilität und hoher Versorgungssicherheit. Dabei gilt es auch, die kaufmännisch korrekte und zeitnahe Auszahlung der Einspeisevergütung an die vielen Produzenten von Ökostrom von insgesamt rund 133 Millionen Euro sicher zu stellen", erläutert Dr. Ulrich Finke.

Datengrundlage des Erneuerbare-Energien-Berichts sind die testierten Zahlenwerte für das Jahr 2015.

EEG-Broschuere_2015