CELLE. Aus Anlass des Tags der Menschenrechte am 10. Dezember – an diesem Datum war im Jahre 1948 von der Vollversammlung der Vereinten Nationen die „Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“ verabschiedet worden – macht die Menschenrechtsorganisation amnesty international im Rahmen eines weltweiten „Briefmarathons“ auf besonders dringliche Einzelschicksale aufmerksam. Dabei wird die Celler amnesty-Gruppe am Samstag, 10. Dezember, ab 10:00 Uhr im Weltladen, Zöllnerstraße 29, um Unterschriften auf Appellbriefen bitten.

Beim Briefmarathon es das Ziel, möglichst viele Briefe zugunsten ausgewählter, gewaltloser Gefangener zu versenden, um somit nicht nur den Betroffenen und ihren Familien Hoffnung zu machen, sondern auch um den Druck auf die für die Menschenrechtsverletzungen Verantwortlichen zu erhöhen. Nach Angaben von Ulrich Sperber, dem Sprecher der Celler ai- Gruppe werden die Fälle von Fomusoh Ivo Feh aus Kamerun, Mahmoud Abu Zeid aus Ägypten und Johan Teterista aus Indonesien vorgestellt. Die drei Männer haben weder Gewalt angewandt noch befürwortet, sondern sie befinden sich lediglich wegen der Wahrnehmung ihres Rechts auf freie Meinungsäußerung in Haft. Amnesty fordert ihre sofortige und bedingungslose Freilassung.

Im vergangenen Jahr waren bei dem Briefmarathon weltweit 3,7 Millionen Appelle aus 80 Ländern versandt worden, davon kamen fast 250000 Briefe aus Deutschland, darunter 120 aus Celle “Der großartige Erfolg der Aktion wird dadurch deutlich, dass inzwischen mehrere Menschen aus der Haft entlassen wurden: Albert Fox aus den USA, Fred Bauma und Yves Makwambala aus dem Kongo sowie Phyoe Phyoe Aung aus Myanmar befinden sich inzwischen in Freiheit”, berichtet Ulrich Sperber.

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