CELLE. Die diesjährige Kampagne zum Internationalen Welt-Aids-Tag am 1. Dezember will Mut machen, aufeinander zuzugehen, über Ängste zu sprechen und dazuzulernen – damit sich niemand mehr verstecken muss, damit Nichtinfizierte und HIV-Betroffene positiv zusammen leben können. Mutige HIV-infizierte Menschen werben mit einer bundesweiten Plakataktion für Solidarität und das gegenseitige Kennenlernen. Die zentrale Botschaft ist: „Mit HIV kann man heute leben. Mit Diskriminierung nicht.“

Am 1. Dezember 2016 starten auch die Aidshilfen in Niedersachsen wieder gemeinsam die Verteilung der Roten Schleife. Das „Red Ribbon“ ist das weltweit verbindende Symbol für die Solidarität mit Aids-Betroffenen. Wer es trägt, zeigt damit Bewusstsein für die Probleme, die Aids mit sich bringt, und setzt ein unübersehbares Zeichen, dass sie oder er aktiv gegen die Ausgrenzung HIV-Positiver mitwirken möchte.

Rote Schleifen, Kondome und Solidaritäts-Bärchen
“Viele Geschäfte und Apotheken in der Celler Innenstadt haben sich auch in diesem Jahr wieder an der Verteilung der roten Schleifen beteiligt”, berichtet Ulrich Mennecke, Leiter der regionalen Beratungsstelle Infoline-Celle. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Celler Beratungsstelle haben am 1. Dezember mit vielen Helfern in der Fußgängerzone und auf dem Weihnachtsmarkt Informationsmaterial verteilt und um Spenden für die Präventionsarbeit gebeten. Dabei wurden sie auch von Schülern und Schülerinnen der Oberschule Lachendorf unterstützt. „Wir brauchen Mitmenschlichkeit, verständnisvolle Zuwendung und tatkräftige Unterstützung von ganz vielen Menschen. Unser Dank gilt besonders den Ehrenamtlichen, sozialen Partnern, Geschäfts- und Privatleuten, die sich mutig und unermüdlich dafür einsetzen, dass Betroffene frei von Stigmatisierung und Diskriminierung leben können“, betont Ulrich Mennecke.

Spenden helfen auch Flüchtlingen
Jeder Euro, der für die Aidshilfen gespendet wird, kommt nicht nur der bewährten HIV-Prävention sondern auch Flüchtlingen zu Gute. Die zwölf regionalen niedersächsischen AIDS-Hilfen sind seit geraumer Zeit die Ansprechpartner, die Beratung, Aufklärung und oft auch humanitäre Nothilfe für Menschen mit HIV, aber auch für homosexuelle Asylsuchende leisten. Diese sind mehrfacher Diskriminierung in der eigenen Community ausgesetzt. „Uns fehlen die Mittel unter anderem für zusätzliche Berater in den Aidshilfen, für Dolmetscher und für die Übersetzung von Informationsmaterial etwa in arabische Sprachen“, sagt der Leiter der Celler Beratungsstelle. „Jede Spende hilft, damit Menschen mit HIV und Aids unabhängig von ihrer Herkunft ein angstfreies und selbstbewusstes Leben führen können“.

Spendenkonto:
Infoline Celle / Aidshilfe Niedersachsen
Volksbank Celle
IBAN: DE24 2519 0001 0727 0194 00
BIC: VOHADE2HXXX

Foto: Peter Müller