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Parlamentarische Staatssekretärin besucht Friedrich-Loeffler-Institut

Celler Expertise unverzichtbar, Standort Celle nicht

07.08.2017 - 13:19 Uhr     siems    0
Fotos: Peter Müller

CELLE. Auf Einladung des heimischen Bundestagsabgeordneten Henning Otte (CDU) stattete heute Vormittag Dr. Maria Flachsbarth (CDU), Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft dem Celler Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) einen Besuch ab. Angesichts der im Raum stehenden Verlagerung des in Celle ansässigen Instituts für Tierschutz und Tiergesundheit (ITT) ins rund 60 km entfernte Mecklenhorst bei Neustadt am Rübenberge ging es neben der Information über laufende Projekte des Instituts auch um Gründe für den Umzug im Jahr 2021.

„Sie sind für uns mit Ihrer wissenschaftlichen Expertise völlig unverzichtbar“, stellte Flachsbarth gleich zu Beginn ihres Besuches gegenüber dem Präsidenten des FLI, Prof. Dr. Dr. h.c. Thomas Mettenleiter, und Dr. Lars Schrader, Leiter des ITT Celle, klar. Der Grund für eine Konzentration von bisher fünf Standorten des FLI auf zukünftig nur noch drei Standorte sei keinesfalls Unzufriedenheit mit der geleisteten Arbeit. Der wissenschaftliche Beirat des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft habe eine Konzentration der Standorte empfohlen, um eine, die unterschiedlichen Disziplinen übergreifende und vernetzende Arbeit zu ermöglichen. „Dafür investieren wir 72 Mio. Euro in Mecklenhorst“, betonte die Staatssekretärin.

Mettenleiter erklärte, dass es von großem Vorteil sein werde, im ländlichen Mecklenhorst alle drei großen Cluster – Geflügel, Wiederkäuer und Schweine – gemeinsam an einem Ort zu haben. „Hier, mitten im Wohngebiet ist eine Großtierhaltung nicht möglich“, so der Präsident des FLI. Die Expertise, sprich so viele Mitarbeiter wie möglich, wolle man aus Celle nach Mecklenhorst mitnehmen. „Wir haben Erfahrung, wie mit Verlagerungen umgegangen werden kann“, sagte Mettenleiter. Noch in diesem Jahr habe man vor, mit allen Mitarbeitern (am Standort Celle sind es derzeit 66) Gespräche zu führen, um zu sehen, welche Möglichkeiten es gebe und wo Hilfestellung geleistet werden könne.

Auf einem Rundgang durch die Versuchsställe für Geflügel gab Institutsleiter Schrader Flachsbarth einen Einblick in die insbesondere auf tiergerechte und nachhaltige Haltungsverfahren ausgerichtete Forschungsarbeit am Celler ITT. Wie lässt sich das Beschädigungspicken bei Mastputen reduzieren? Wie wirkt sich die Transportdauer auf Tiertransporte aus? Wie schafft man es, Kühe dazu zu bewegen, eine „Kuhtoilette“ zu benutzen? In einem kurzen Vortrag ging Schrader abschließend noch auf diese und andere aktuelle Fragestellungen und Projekte des ITT ein.

Die Staatssekretärin zeigte sich beeindruckt vom Rundgang durch das Celler Institut und versprach den anwesenden CDU-Politikern Otte, Heiko Gevers (Mitglied des Stadtrates) und Jörn Schepelmann (Kandidat für die anstehende Landtagswahl), sich für eine für die Stadt Celle wünschenswerte, sinnvolle Nachnutzung des neun Hektar großen Geländes einzusetzen.

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