CELLE/BERLIN. Vor kurzem nahmen 15 Jugendliche aus den beiden Stadtteilprojekten Alte Molkerei, Windmühle und dem Stadtteiltreff OKiJ an einer dreitägigen Jugendbildungsreise nach Berlin teil. Die Sozialpädagogen Oliver Görke, Dennis Seidel und Christoph Duwe von der Stiftung Linerhaus planten im Vorfeld den gemeinsamen Aufenthalt und organisierten verschiedene Aktionen, in denen alle die Möglichkeit bekamen, die Bundeshauptstadt kennenzulernen.

Am ersten Tag der Reise fand eine Führung durch den Bundestag statt, welche durch Kirsten Lühmann, Bundestagsabgeordnete der SPD, begleitet wurde. Die Jugendlichen hatten Gelegenheit, einen Einblick in das politische Geschehen zu bekommen und konnten  Fragen an Frau Lühmann richten, welche ausführlich beantwortet wurden. Außerdem beinhaltete der Besuch eine Führung durch die Kuppel des Reichstags und einen Vortrag auf der Zuschauertribüne des Sitzungssaales.

Der nächste Tag begann mit einer Stadtrundfahrt durch Berlin. Hierbei stand der historische Hintergrund im Fokus. Neben der Besichtigung vom Checkpoint Charlie, konnte man auch einen Eindruck von der Berliner Mauer erlangen. Besonders auseinandergesetzt haben sich die Jugendlichen dort mit dem Schicksal von Peter Fechter, der als 18-jähriger am 17.08.62, gut ein Jahr nach Errichtung der Mauer, qualvoll dort starb: Mit einem Arbeitskollegen habe er herausgewollt aus dem SED-Staat und träumte von Freiheit geträumt. Während seinem Arbeitskollegen die Flucht über die Mauer gelang, sei Fechter ohne Vorwarnung von den Grenzsoldaten erschossen worden. Obwohl er stark geblutet habe und um Hilfe schrie, sei ihm nicht geholfen worden, erfuhren die Jugendlichen.

Am Nachmittag konnten die Jugendlichen die Stadt eigenständig erkunden und am Abend war das Lichtfestival, bei dem beeindruckende Gebäude der Stadt illuminiert werden, ein Highlight. Den Abschluss der Jugendbildungsreise bildete am Sonntag ein Besuch im Wachsfigurenkabinett von Madame Tussauds.

Rundum war es eine gelungene Jugendbildungsreise, in der die Jugendlichen nicht nur einen historischen Einblick bekamen, sondern auch die vielen Facetten der Hauptstadt kennenlernen konnten. Ein besonderer Dank der Organisatoren gilt dem ASD der Stadt Celle, der die Jugendbildungsreise finanziell unterstützt hat.

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