CELLE/HAMBURG. Berufsorientierung an Schulen bringt Jugendlichen wichtige Infos – und sie kann obendrein sehr lecker sein: Die Schülerinnen und Schüler einer 7. Klasse an der Stadtteilschule Lohbrügge haben es am eigenen Leibe erfahren. Konditormeisterin und Cellerin Juliane Hälbig von der Pâtisserie Andreas in Bergedorf kam zu ihnen in die Lehrküche – und los ging’s. Die 24 Jugendlichen backten unter meisterlicher Anleitung in Kleingruppen sechs Kuchen, (fast) wie die Profis. Gegen Mittag testeten die jungen Nachwuchs-Konditoren beim großen Kuchenessen, wie gut ihnen ihre Werke gelungen waren. Nicht nur das machte ihnen viel Spaß. Die Mädchen und Jungen freuten sich über die professionellen Tipps in der Küche und sammelten dabei wie nebenbei eigene Erfahrungen, was diesen Beruf und die Ausbildung im Handwerk ausmacht.

Die Idee für die Aktion entstand beim „9. Kooperationstreffen – Handwerk und Schule“ im Frühjahr. Das ESF-Projekt „INa- Integrierte Nachwuchsgewinnung im Handwerk“ lädt jährlich zu dieser Netzwerkveranstaltung ein. Dabei lernten sich die Berufskoordinatoren der Stadtteilschule Lohbrügge und die Konditormeisterin kennen. Gemeinsam überlegten sie, wie sie Jugendliche fürs
Handwerk interessieren können.

Denys Korolov, Berufskoordinator Stadtteilschule Lohbrügge, erklärt die Idee: „Wir möchten den Schülern und Schülerinnen den Start ins Berufsleben versüßen und freuen uns ganz besonders, dass wir eine Konditormeisterin bei uns zu Gast haben. So lernen die Jugendlichen Kuchen backen beim Profi und erfahren ganz nebenbei noch jede Menge über eine Ausbildung im Handwerk.
Berufsorientierung ganz praktisch und vor allem lecker!“

Und Vanessa Hupe, Schulberatung, INa – Integrierte Nachwuchsgewinnung im Handwerk, erläutert: „Es ist unser Ziel, Schule und Handwerk zusammenzubringen. Am besten lassen sich die Jugendlichen über die Praxis begeistern. Bei solchen Aktionen hat schon der eine oder andere Betrieb seine zukünftigen Auszubildenden gefunden.“

Juliane Hälbig, Meisterin im Konditorhandwerk von der Pâtisserie Andreas erklärt ihr Engagement: „Ich liebe es, Menschen mit kleinen Naschereien glücklich zu machen und mein Handwerk zu präsentieren. Der richtige Umgang mit Lebensmitteln ist mir dabei sehr wichtig. Diesen möchte ich den Jugendlichen zeigen, denn nur mit „gutem Kraftstoff“ kann man gut leben.“

Parallel zu ihrem Beruf in Hamburg arbeitet Hälbig zusammen mit ihrem Partner an einem alten Landhaus in Bostel, der ihr Wohnsitz werden soll, so dass schon bald ein Umzug zu erwarten ist und entsprechende Aktionen auch in Celle initiiert werden können.

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