Celler Kreuzung Neumarkt / Nordwall offiziell freigegeben

Verkehr Von Redaktion | am Fr., 18.12.2020 - 14:03

CELLE. Die Baustelle war bereits gestern beendet und für Fußgänger freigegeben, aber erst für heute war die feierliche Eröffnung des Äußeren Rings um die Innenstadt geplant. Ab sofort kann man den Nordwall in zwei Richtungen befahren. Nach anderthalb Jahren Bauzeit wurde eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte der Stadt fertig. Die Baukosten für die nach dem Niedersächsischen Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz geförderte Maßnahme betragen rund 6,5 Millionen Euro.

Heute Vormittag wurde feierlich das Band durchschnitten. Celles Oberbürgermeister fuhr als Erster auf der neuen Spur den Weg über den Nordwall zum Neuen Rathaus. Anliege sollen im Zuge des Ausbaus mit Schallschutzfenstern ausgerüstet werden,  lärmarmer Asphalt tue ein Übriges.

„Die verbleibende Fläche zwischen Nordwall und dem nördlich gelegenen Stadtgraben wird nicht lange brachliegen“, verspricht der OB, „denn hier entsteht unter anderem neuer Wohnraum.“ Im Oktober hatte der Rat beschlossen, die Städtische Wohnungsbaugesellschaft mit der Realisierung zu betrauen. Schon im kommenden Jahr soll Baubeginn sein - unter anderem für geförderten Wohnraum und Büronutzungen.

War man im  Nordwall zwischen Neumarkt und Theo-Wilkens-Straße auf der Einbahnstraße unterwegs, so fließt der Verkehr dort ab sofort  in zwei Richtungen. Beidseitig gibt es separate Gehwege für Radfahrer frei sowie zusätzliche Schutzstreifen für Radler im Fahrbahnbereich sowie Parkstreifen zwischen den Gebäuden Nordwall 10 und Nordwall 20. Mit Öffnung des Nordwalls für den Verkehr werden gleichzeitig die gesamte Fritzenwiese und die Theo-Wilkens-Straße zu Fahrradstraßen. In der Tempo-30-Zone ist Zufahrt für Pkw nur noch für Anlieger. Zweiräder dürfen nebeneinander fahren und Kraftfahrer müssen gegebenenfalls ihre Geschwindigkeit verringern.

Künftig kann aus dem Nordwall nicht mehr direkt in die Hehlentorstraße eingebogen werden. "Grund ist, dass für den Knotenpunkt zukünftig eine Drei-Phasen-Regelung der Ampel erforderlich wird, die die Leistungsfähigkeit des Knotens nur gewährleisten kann, wenn die Fahrtrichtung gen  Norden zur Allerbrücke zwei Fahrstreifen erhält", so die Stadt Celle

Aus Richtung Nordwall führt ein Fahrstreifen zur Mühlenstraße. Für alle, die von der Allerbrücke zum Nordwall unterwegs sind, steht ein Linksabbiegestreifen zur Verfügung, über diesen geht es auch in die Hehlentorstraße. Südseitig der Allerbrücke weitet sich die Verkehrsfläche für einen weiteren Geradeausstreifen vor der Ampel auf. Nach circa 100 Metern endet dieser vor dem einspurigen Kreisel Hafenstraße/Mühlenstraße/Neumarkt.

Da kommen nun die legendären "aus Funk und Fernsehen bekannten" Zebrastreifen ins Spiel - sie stehen die Überwege über Neumarkt und Mühlenstraße für Fußgänger und Fahrradfahrer wieder zu Verfügung. Diese seien nach Ansicht der Stadt vom Gesetzgeber verpflichtend vorgeschrieben.

Die CeBus-Linie 14 fährt ab Montag, 21. Dezember, wieder auf dem angestammten Weg (CELLEHEUTE berichtete). Durch die neue Verkehrsführung im Nordwall entfalle künftig die Haltestelle „Fritzenwiese“. Dafür gibt es im Nordwall ab sofort auf beiden Seiten eine Haltestelle „Neumarkt“. Die Stationen „Altenceller Schneede“, „Peterskamp“ und „Galgenberg“ werden wieder bedient und in der Blumlage und im Herzog-Ernst-Ring können Fahrgäste wieder in beiden Fahrtrichtungen zusteigen.

In den nächsten Wochen sollen noch Restarbeiten in den Nebenanlagen erledigt werden.