CELLE. August Friedrich Martin Klughardt war im 19. Jahrhundert ein vielbeschäftigter Mann. Als Pianist trat er in jungen Jahren an die Öffentlichkeit. Nach seinem Abitur ging er für weiteren Unterricht nach Dresden und veröffentlichte erste eigene Kompositionen. Er wirkte in Posen, Neustrelitz und Lübeck als Dirigent, traf in Weimar den großen Franz Liszt und dirigierte sogar Richard Wagners „Ring der Nibelungen“. Er war Mitglied der Berliner Akademie der Künstler und Ehrendoktor der Universität Erlangen. Aber nach seinem Tod geriet er mitsamt seinem Werk in Vergessenheit und seine Werke werden kaum noch gespielt.

Der Celler Musikwissenschaftler und Musiker Martin Knauer hat nun die Suite op. 40 von August Klughardt dem Vergessen entrissen, für neun Bläser und Kontrabass bearbeitet und im Verlagsbereich „Buch und Note“ des Celler Musik-Medienhauses (www.buch-und-note.de) veröffentlicht. Auch das Original wird in einer Neuausgabe demnächst dort erscheinen.

Am Sonntag wurde die Suite in der o.g. Bearbeitung von dem Ensemble „Celler Nachtmusique“ in der Bonifatiuskirche Klein-Hehlen aufgeführt und begeistert vom Publikum gefeiert. Martin Knauer forscht derzeit nach weiteren Werken, die er den Klassik-Freunden wieder zugänglich machen kann. Damit diese Arbeit auch gewürdigt wird, hat das Celler Musik-Medienhaus eigens eine „Edition Knauer“ eröffnet. Man darf gespannt sein, was dort noch für Schätze veröffentlicht werden.



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