CELLE. Am Freitag, den 26.10.2018, hat die Ökumene in Celle erstmalig eine Agapefeier gestaltet. Über 40 Christen aus verschiedenen Konfessionen waren gekommen, um gemeinsam im Geiste Jesu Essen und Trinken zu teilen. Bei einer Agapefeier handelt sich nicht um eine Eucharistie, sondern um eine Segnungsfeier; deshalb können Christen aller Konfessionen daran teilnehmen.

Der Brauch des Liebesmahls (Agapemahl) oder des gemeinsamen Brotbrechens (Artoklasia), geht bereits auf die frühchristlichen Gemeinden zurück. Das Agapemahl war ein gemeinschaftliches religiöses Mahl. Die Christen brachten Lebensmittel und Wein mit, die zunächst gesegnet und anschließend gemeinsam verzehrt wurden. Es handelte sich um ein Sättigungsmahl für den körperlichen Hunger – auch mit einer karitativen Bedeutung zur Versorgung der Armen – und um ein Sättigungsmahl für die Seele durch die religiöse Rahmung.

Beispiele christlicher Symbole als Hintergrund der Agapefeier sind: „Christus, der das Brot brach“ -„Christus, das Brot des Lebens“ – „Wasser als Quell des Lebens“ –  „Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben“.

Die monatliche ökumenische Andacht fand bereits an den festlich vorbereiteten Tischen im Altarraum der Stadtkirche statt. Während „Alle gute Gabe“ gesungen wurde, wurden reichlich Brot, Weintrauben, Wasser und Wein, aufgetragen. Über die einzelnen Gaben wurde ein Segensgebet gesprochen. Anschließend haben alle Christen gemeinsam gegessen und getrunken. Es fand sich ausreichend Raum und Zeit in gelöster Stimmung für Gespräche und zum Kennenlernen. Die Agapefeier endete mit dem Vater Unser und einem Segen.



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