CELLE. Die drei Schüler Sarah Schnöge, Fabian Obermair und Christoph Schütze vom Hölty-Gymnasium-Celle haben beim diesjährigen Bundesfinale von „Jugend forscht“ einen sensationellen zweiten Platz im Fachbereich Biologie belegt. „Aufgrund ihres noch jungen Alters von 15 und 16 Jahren ist dies besonders hervorzuheben, da die älteren Konkurrenten ihre Projekte häufig unter Beteiligung von Universitäten und Forschungszentren durchgeführt haben“, freut sich ihr Betreuer Herbert Schütze.

In ihrem Projekt „Die intelligente Pflanze – Elektrophysiologie der Venusfliegenfalle“ haben die drei Jungforscher kleinste Ströme, sogenannte Aktionspotentiale, an der Pflanze gemessen. Diese entstehen, wenn eines der sechs Sinneshärchen auf den Fangblättern berührt wird. Mittels einer selbst entwickelten Software und zugehöriger Elektronik haben sie ein künstliches Aktionspotential erzeugt und konnten damit die Pflanze gezielt dazu bringen, ihre Fangblätter zu schließen. Damit sind sie nach eigenen Angaben die ersten Forscher, denen ein solcher Versuch gelungen ist.

Nach der Vorstellung ihrer Ergebnisse an der Universität Würzburg im April 2018 versuchten die drei Höltyaner weitere bisher ungelöste Fragestellungen zu beantworten. Unter anderem konnten sie in den letzten Wochen vor dem Bundesfinale mit Hilfe weiterer Messungen und einer Hochgeschwindigkeits-Videoanalyse die Existenz von motorischen Verschlusszellen auf den Fangblättern nachweisen.

Auf dem Jugend-forscht Bundesentscheid, der in diesem Jahr von der Firma Merck in Darmstadt organisiert wurde, haben die Hölty-Schüler Angebote zur Zusammenarbeit mit Biologie-Forschungszentren bekommen und wollen deshalb noch weitere Details an ihren Pflanzen untersuchen. Auch die Veröffentlichung ihrer Forschungsarbeit möchten sie in den nächsten Wochen abschließen. Hinter den drei Schülern liegen nun vier aufregende Wettbewerbstage, auf denen viele neue soziale Kontakte geknüpft wurden. Auch die Freizeitaktivitäten kamen nicht zu kurz, der Höhepunkt war sicherlich das eigens für die Jungforscher durchgeführte Exklusivkonzert des Sängers Max Giesinger.

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