CELLE. Auch in diesem Jahr veranstaltete die Kinderspielraum AG in Kooperation mit dem Ortsrat Hehlentor das traditionsreiche Seifenkistenrennen. 62 begeisterte Fahrer traten in elf Teams gegeneinander an, um den Sieger im Rennen der kuriosen Vierräder zu ermitteln. In der zur Rennstrecke umfunktionierten Dörnbergstraße hatten Rennfahrer wie Zuschauer großen Spaß.

 

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Auch in seiner achten Auflage bleibt das Celler Seifenkistenrennen eine spannungsgeladene Veranstaltung für Jung und Alt. Seit 2010 findet das Rennen wieder im jährlichen Rhythmus statt, wobei die Anfänge der Veranstaltung wohl in den 50er-Jahren liegen. Jahr für Jahr tüfteln die Teams an ihren „Kisten“ um die maximale Geschwindigkeit zu erreichen. Aber nicht nur das schnellste Team, sondern auch die schönste Seifenkiste gewinnt einen Preis.

Detlev Soetbeer, Leiter der Grundschule Hehlentor, weiß, dass diese Veranstaltung nicht ohne das Sponsoring Celler Unternehmen funktioniert. Er ist jedem Betrieb dankbar wie auch den vielen Ehrenamtlichen, die zur gelungenen Organisation beitragen. Neben dem Fahrspaß kommt auch die Sicherheit bei diesem Rennen nicht zu kurz. „Safety first“ heißt, dass jede Seifenkiste vor dem Rennen einen Dekra-geprüften Sicherheitscheck durchläuft. Auch Helm und Schutzkleidung sind Pflicht, schließlich schaffen die Vierräder Geschwindigkeiten bis zu 30 km/h.

Zwischen den Renn-Läufen sorgt Jan Stelzer, der gut gelaunte Kommentator, für packende Atmosphäre. Mit genauester Analyse des Fahrverhaltens erfreut er die zahlreichen Zuschauer. Gerade ist Conner von Soest über die Ziellinie gefahren. „Spätestens wenn man in der Seifenkiste am Start sitzt, kommt die Aufregung“, erklärt der 18jährige, der das zweite Mal beim Celler Seifenkistenrennen mitmacht.

Klaus Basbøll, einer der Organisatoren dieser Veranstaltung erklärt, dass das heutige Rennen eigentlich nur die Cocktailkirsche eines viel größeren Projekts sei. Das eigentliche Ziel sei, dass Kinder mit ihren Eltern zusammen etwas bauen, dass die Nachbarschaft zusammenkommt und dass handwerkliches Arbeiten Spaß macht.
Und so verwundert es nicht, dass Großeltern wie Enkel gleichermaßen beim Rennen mitfiebern, das von den Organisatoren auch gerne als Mehrgenerationen-Projekt bezeichnet wird. Die Seifenkisten werden aus Bausätzen gefertigt, die überwiegend aus Lehrwerkstätten Celler Betriebe stammen. Jedes Team verziert dann seine Seifenkiste, sodass ganz individuelle Fahrzeuge entstehen: in Raketenform oder als Feuerlöscher verkleidet. Über die Jahre habe sich einfach bewiesen, dass die selbstgebauten Flitzer aus Celle eine bessere Qualität hätten als die Kisten, die sonst so auf dem Markt sind.

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