HANNOVER/CELLE. Gestern starteten der Sozialverband SoVD und das Forum Artikel 30 die gemeinsame Kampagne „Ich bin nicht behindert. Ich werde behindert.“ in Hannover am Kröpcke. Mit dabei waren auch Mitglieder des SoVD-Kreisverbandes Celle. Kurz vor 12 Uhr eröffnete die integrative Band „The Mix“ mit handgemachtem Rock die Kundgebung. In der Band musizieren Menschen mit und ohne Behinderung.

Der stellvertretende SoVD-Landesvorsitzende Bernhard Sackarendt machte deutlich, dass Inklusion in allen gesellschaftlichen Bereichen wichtig sei. Die Umsetzung dieses Menschenrechtes dürfe nicht verlangsamt oder in Frage gestellt werden. Sackarendt kritisierte scharf, dass lange vereinbarte Verbesserungen bei der Barrierefreiheit in Gebäuden, von CDU und FDP jüngst im Landtag abgelehnt worden seien. Forums-Gründer Karl Finke mahnte „eine lange überfällige Wahlrechtsreform“ an. „80.000 Menschen in Deutschland dürfen nicht wählen, weil sie eine Behinderung haben“, so Finke.

SoVD und das „Forum Artikel 30“ sind sich einig, dass die vollständige und gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen in der Gesellschaft umgesetzt werden müsse. Niedersachsens Sozialministerin Cornelia Rundt erklärte während der Kundgebung: „Inklusion ist ein Menschenrecht. Barrierefreiheit ist umzusetzen, ohne Wenn und Aber – und ohne Moratorium.

Vertreter vom SoVD-Kreisverband Celle hatten sich mit selbst entworfenen Plakaten auf den Weg nach Hannover gemacht. „Ja zur gleichberechtigten Teilhabe in allen Lebensbereichen und ein deutliches Nein zum Verschieben von Barrierefreiheit. Wir müssen vorwärts blicken und nicht zurück! Jeder muss die Chancen und Möglichkeiten bekommen, von Anfang an ein selbstbestimmtes Leben zu führen“, lautet ihre Forderung.

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