CELLE. Zum bundesweiten Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 9. September, hat die Deutsche Stiftung Denkmalschutz auch in diesem Jahr Eigentümerinnen und Eigentümer aufgerufen, ihre denkmalgeschützten Gebäude für Interessierte zu öffnen. Im Fokus stehen dieses Jahr Denkmale zu dem Thema „Entdecken, was uns verbindet“. Im Rahmen dieser Veranstaltung präsentiert die Stadt Celle mit einer einstündigen Führung die Synagoge, Im Kreise 24. Die Führung beginnt um 14 Uhr am Haupteingang. Der Rundgang ist nicht barrierefrei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Als Hinterhaus des schlichten Fachwerkgebäudes hat sich ein besonderes Kleinod erhalten: Die um 1740 erbaute Celler Synagoge ist heute das älteste erhaltene jüdische Gotteshaus in Norddeutschland. Der helle, Licht durchflutete Raum lädt ein, sich mit der Geschichte der jüdischen Gemeinde in Celle bis 1938 und mit der nach der Befreiung des nahe gelegenen Lagers Bergen-Belsen 1945 entstandenen Gemeinde zu beschäftigen. Der Gebäudekomplex wurde nach 1969 umfassend restauriert und ist seit 1974 öffentlich zugänglich. Die Synagoge wird für Gottesdienste und Versammlungen der neuen liberalen Jüdischen Gemeinde Celle und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit genutzt. Wechselnde Ausstellungen in den angeschlossenen Räumen eröffnen zudem Einblicke in die jüdische Geschichte, Kultur und Religion.

Die Celler Synagoge von außen.



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