CELLE. Die Neustädter Kirche nehmen viele Menschen vielleicht am ehesten vom Bahnsteig des
Bahnhofes aus wahr. Die Arbeitstätigen eilen vorbei, hasten zum Bahnhof oder quälen sich
durch den Straßenverkehr und hören vielleicht noch den Klang der den Straßenlärm
übertönenden Glocken. Am Freitag, 8. September, bietet sich ab 19 Uhr die gute Gelegenheit, einmal der Hektik des Alltages und dem Verkehrsaufkommen zu entfliehen. Der niederländische Cembalist Johan Brouwer ist in der Neustädter Kirche zu Gast und bringt an einem wunderschönen Cembalo Musik von Böhm, Händel, Graupner, Scarlatti und Bach zu Gehör.

Durchatmen, zur Ruhe kommen, der Musik lauschen und nach dem Konzert noch ein Glas
Wein genießen – da bleibt die Alltagshektik weit zurück. Der Eintritt zu diesem Konzert ist
frei, die Gemeinde bittet aber um eine Spende.

Johan Brouwer studierte Orgel bei Wim van Beek und Musiktheorie bei Frans van Eeden am
Konservatorium in Groningen und anschließend Cembalo am Konservatorium in Amsterdam.
Nach seinem Solistenexamen studierte er bei Gustav Leonhardt weiter.  Brouwer gab Konzerte in den Niederlanden, in Frankreich, Portugal, Schweden, England und Deutschland, war als Dirigent tätig, leitete das Groninger Barockorchester Collegium Musicum und spielte mehrere CDs mit Cembalo- und Orgelmusik ein.

Vermittelt wurde das Konzert von dem Celler Unternehmer Daniel Kunert, dessen Musik-
Medienhaus unter anderem das Notenfachgeschäft „Notenkeller“ in der Braunschweiger
Heerstraße betreibt und sich deutschlandweit für das Erklingen und den Erhalt von
Pfeifenorgeln einsetzt und Kontakte zwischen Künstlern und Kirchengemeinden vermittelt um
das Celler Kulturleben zu bereichern.

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