LEIRA/HERMANNSBURG. Ende April reisten Lehrkräfte und Schülerinnen des Christian-Gymnsiums Hermannsburg zum zweiten Treffen des Erasmus –Projektes „Welcoming Diversity at School“ nach Leiria in Portugal. Dort trafen sie ihre Partnerschulen aus Dänemark, Italien, Niederlanden, Portugal und Spanien. Diesmal hatten alle Schulen Präsentationen zum Thema “Our Country, Culture and Traditions“ zu Hause erarbeitet.

Die Hermannsburger Schülerinnen Fenja Knoop, Finja Sasse, Paula Mahn und Jasmin Dening stellten dabei insbesondere die örtlichen Festivitäten und kulinarischen Spezialitäten heraus. So wurden bisherige Eindrücke aus den Partnerländern vertieft. In der zweiten Präsentation stellten die Schulen anhand von drei angefertigten Karikaturen Vorurteile gegenüber anderen Nationalitäten und Minderheiten vor. Hier hatten die deutschen Schülerinnen England, Russland und Kurdistan ausgewählt. Der Aspekt „Vorurteil“ wurde dann in einem nachmittäglichen Workshop in
gemischten Arbeitsgruppen vertieft.

Ein Höhepunkt dieses Treffens war die „International Food Exhibition in Mercado Sant Ana“. Mitten in Leiria in einer überdachten Markthalle bereiteten die sechs Schulen typische Speisen ihrer Region vor und boten sie anschließend den Besuchern, Eltern und Projektteilnehmern an. Die Hermannsburger hatten sich für Schnitzelhäppchen, belegte Vollkorn- und Pumpernickelscheiben sowie selbst gebackenen Apfelkuchen entschieden. Exkursionen fanden an den Atlantik nach Nazare, in den malerischen Dorf Obidos und den Wallfahrtsort Fatima statt.

Alle Hermannsburger Teilnehmerinnen zogen ein positives Resümee. Für Paula Mahn „hat vor allem die Bekanntschaft mit den Schülern aus den anderen Ländern“ im Mittelpunkt gestanden. Jasmin Dening „fand es sehr interessant, wie sich die Schulen und Schulsysteme in den verschiedenen Ländern unterscheiden.“ Fenja Knoop hob die Freundlichkeit der Portugiesen hervor und betonte „neue Freundschaften geschlossen zu haben.“ Finja Sasse schloss sich den positiven Eindrücken an, bedauerte aber „ dass wir zu wenig mit den portugiesischen Schülern gemacht haben.“

„Wenn wir sehen, mit welcher Freude und Intensität die Schülerinnen die Woche untereinander verbrachten, ist es schade, dass nicht noch mehr Jugendliche in das Projekt einbezogen werden können. Auch in Leiria hat sich bestätigt, dass das Erasmus-Projekt ein gutes und sinnvolles Projekt der Europäischen Union ist. Hier wird Europa von unten gelebt“, resümierten die Lehrer Jörg Lamm, Carolin Herget und Bernd Zobel. Da alle Gastschülerinnen in Familien untergebracht seien, gebe es aufgrund der Projektgröße mit sechs Schulen jedoch Grenzen. Am letzten Tag des Aufenthaltes wurde auch das nächste Treffen in Madrid im November vorbereitet. Dort wird das Thema Migration und Flüchtlinge im Mittelpunkt der Arbeit stehen. Die Vorbereitungen hierfür liegen in den Händen der Projektleiterin Kristin Wegener.

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