CELLE. Nach der überraschenden Zwangsräumung des Campingparks Silbersee in Vorwerk aufgrund mutmaßlicher Brandschutzmängel durch die Stadt am vergangenen Freitag errichteten einige Bewohner spontan auf dem Parkplatz mit Zelten und Wohnwagen ein provisorisches Lager (wir berichteten in unserer Facebook-Ausgabe). Morgen will ihnen die Stadt in einer Versammlung „Lösungen unterbreiten“.

Die Politik zeigt bisher kein Verständnis für das Handeln der Stadtverwaltung. Ortsbürgermeisterin Iris Fiss sowie die Ratsherren Oliver Müller (Die Linke. / BSG) und Anatoli Trenkenschu (AfD) sind überzeugt, dass andere Maßnahmen möglich gewesen wären (CELLEHEUTE berichtete). Vor allem die Art und Weise stößt sauer auf, Bewohner und Politiker hätten erst über uns oder Facebook von dieser Hauruck-Aktion erfahren.

Der Presse wurde zeitweise der Zugang verwehrt und Campern nach eigenen Angaben Maulkörbe erteilt. Viele fühlen sich trotz der angebotenen Ausweichmöglichkeiten der Stadt im Stich und alleine gelassen und blicken mit Skepsis auf das, was morgen folgen soll.

„Schwarzer Tag für Vorwerk“ – Ortsbürgermeisterin Fiss zur Silbersee-Räumung

„Ich schäme mich“ – Ratsherr Müller zur Silbersee-Räumung



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