CELLE. 150 angemeldete Gäste aus Wirtschaft, Verwaltung und Politik, das waren am vergangenen Donnerstag die Zutaten des traditionellen Dämmerschoppens für die Wirtschaft. Geladen hatte Oberbürgermeister Dr. Jörg Nigge diesmal ins Kunstmuseum Celle mit Sammlung Robert Simon. Der Ort wurde mit Bedacht gewählt, feiert doch das weltweit erste 24-Stunden- Kunstmuseum in diesem Jahr seinen 20. Geburtstag.

Der Dämmerschoppen hat sich über die Jahre als informelles Netzwerktreffen etabliert. Dazu gehört auch die Rede des Oberbürgermeisters. Am Anfang stand der Dank an die 25 Unternehmen und Institutionen, die Celle in diesem Jahr buchstäblich erblühen ließen. Gemeint sind die hochwertigen Pflanzkübel mit integrierten Sitzbänken, die nach Meinung der Verwaltung wesentlich zur Aufenthaltsqualität beitragen.

Und Nigge nahm die Innenstadt weiter in den Fokus: „In den letzten anderthalb Jahren haben wir den Leerstand um 30 Prozent reduziert. Weitere Objekte sind aktuell im Umbau begriffen und sehen einer Nutzung entgegen.“ Für den OB ganz klar ein Erfolg, der dem gemeinsamen Kraftakt der Verwaltung, Immobilien-Entwickler und Makler zu verdanken ist. Ein weiteres Augenmerk legte er auf die Akquise für den Wirtschaftsstandort Celle. „Wir machen intensiv Werbung für die Innenstadt und machen neue Firmen auf uns aufmerksam“.

Auch außerhalb der City kümmere sich die Wirtschaftsförderung als One-Stopp-Agency um kommunale Belange der Unternehmer. „Damit sind jährlich rund 600 Vorgänge verbunden, die einer Lösung zugeführt werden. Bei 15 mittleren und großen Unternehmen wurden aktuelle größer Vorhaben begleitet. Mit den Neuansiedlungen, Betriebserweiterungen und Standortsicherungsmaßnahmen waren etwa 550 Arbeitsplätze direkt oder indirekt verbunden“, so der OB.

Er forderte aber auch weiterhin Gemeinsamkeit in der Entwicklung der Stadt ein. „Auch wir machen Fehler, auch wir benötigen Hinweise, wir können nur gemeinsam unsere wunderschöne Stadt entwickeln.“ Da bekanntlich mit einem Wirtschaftsstandort auch die Infrastruktur für die Mitarbeitenden verbunden ist, nutzte Nigge die Gelegenheit, einmal mehr auf die Wohnoffensive der Stadt aufmerksam zu machen: „Wir weisen seit längerer Zeit erstmals wieder Bauland aus. Die Planung für unser Wohngebiet in Groß Hehlen ist weit fortgeschritten, sodass wir in Kürze mit der Vermarktung der Grundstücke beginnen können“. Weitere sollen folgen.



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