CELLE. „Das Ende der Willkommenskultur“ – unter dieser Überschrift findet am Mittwoch, 13.09.2017, um 19 Uhr,  in der Kreuzkirchengemeinde, Windmühlenstraße 45, 29221 Celle, ein Vortrag von Ruth Ditlmann mit anschließender Diskussion statt.

Wie kann die positive Aufnahme von kulturellverschiedenen, neuen Minderheitsgruppen erfolgreich verlaufen? Dieser Frage widmet sich Ruth Ditlmann in ihrem Vortrag und wird einige sozialpsychologische Befunde vorstellen. Diese zeigen, wie tief verankert die Tendenz zur Vorurteilsbildung im Menschen ist. Weiterhin wendet sie sich der Rolle von politischen Akteuren zu und stellt zur Diskussion, wie politische Akteure Vorurteile nutzen oder dagegen ansteuern können. Anschließend wird sie ein aktuelles Projekt vorstellen, das untersucht wie die Rhetorik von Politikern zur „Flüchtlingskrise“ die Meinung von deutschen Bürgern beeinflusst. Zum Schluss stellt sie die Frage zur Diskussion, ob und wie liberale Demokratien an grundlegenden menschlichen Schwächen und Ängsten scheitern bzw. wie sie diese im positiven Sinne überwinden könnten.

Frau Ditlmann ist wissenschaftliche Mitarbeiterin der Abteilung Migration, Integration, Transnationalisierung des Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung. Veranstalter sind der Arbeitskreis Ausländer, das Diakonisches Werk Celle sowie das Forum gegen Gewalt und Rechtsextremismus. Der Eintritt ist frei. Die Veranstaltung wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms Demokratie leben!

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