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„Wählen ist eine demokratische Bürgerpflicht“

David McAllister unterstützt Henning Otte im Wahlkampfendspurt

23.09.2017 - 07:10 Uhr     siems    0
Fotos: Peter Müller

CELLE. Zum 48-Stunden-Endspurt vor der Bundestagswahl hatte gestern Abend der CDU-Kreisverband Celle auf die Stechbahn eingeladen. Rund 150 Interessierte waren zu der Veranstaltung gekommen, um neben Henning Otte (MdB), dem Kandidaten der CDU für den Wahlkreis Celle-Uelzen, insbesondere auch den Gast des Abends, David McAllister (CDU), Mitglied des Europäischen Parlaments und ehemaliger Ministerpräsident des Landes Niedersachsen, zu hören.

„In 48 Stunden schließen die Wahllokale. Gehen Sie alle am Sonntag zur Wahl“, bat Otte die Zuhörerinnen und Zuhörer eindringlich. Deutschland sei ein Land, in dem man gut und gerne leben könne. Die CDU setze alles daran, dass es so bleibe. Verlässlichkeit und Solidität seien für Deutschland wie auch für Europa wichtig. Eine der derzeitigen großen Herausforderungen sei es, Europa zusammenzuhalten.

Der Bundestagsabgeordnete ging kurz auf einige, für den Landkreis Celle wichtige Themen ein, für die er sich im Falle einer Wahl in Berlin weiter einsetzen werde, wie z. B. die Fertigstellung der Ortsumgehung, die Stärkung des ländlichen Raumes oder auch die Probleme mit dem Wolf.

Mit besonderer Freude begrüßte Otte seinen Freund David McAllister, der für ihn der ehemalige Ministerpräsident der Herzen sei. Er sei gerne gekommen, um Otte beim Schlussspurt zu unterstützen, erklärte der Europaparlamentarier. Auf dem Weg nach Celle habe er (während er mehrfach im Stau gestanden habe) die Wahlplakate genauer betrachten können. „Henning, du bist eine optische Aufwertung des Straßenbildes“, lautete sein Urteil über die Plakate, das für Erheiterung im Publikum sorgte.

Seit 2014 sei er Mitglied des Europäischen Parlaments. „Sie glauben ja gar nicht, wie sehr in allen europäischen Hauptstädten auf die Wahl am Sonntag geschaut wird“, so McAllister. Den anderen Ländern in Europa sei es besonders wichtig, dass Deutschland stabil bleibe – das sei mit einer Bundeskanzlerin Angela Merkel der Fall. Angesichts der vielen Probleme sei eine Koalition aus SPD, Linken und Grünen das Allerletzte, was Deutschland jetzt brauche.

Er sei auch nach Celle gekommen, da nach der Bundestagswahl ab Montag die heiße Phase des Landtagswahlkampfes beginne, erklärte McAllister. Als ehemaliger Ministerpräsident wolle er sich in die Landespolitik nicht einmischen, dennoch sei er traurig, dass Niedersachsen so unter Wert regiert werde. Er hoffe auf einen Politikwechsel unter Führung von Bernd Althusmann (CDU) nach der Landtagswahl. Abschließend appellierte er an alle Bürgerinnen und Bürger, am kommenden Sonntag auf jeden Fall zur Wahl zu gehen. „Hier steht jemand, der aus eigener Erfahrung sagen kann, dass es auf jede Stimme ankommt“, sagte McAllister bezugnehmend auf die Landtagswahl 2013, wo ihm 300 Stimmen fehlten, um Ministerpräsident zu bleiben.

Es sei eine demokratische Bürgerpflicht, zur Wahl zu gehen. Wer keine Lust dazu habe, solle einmal auf junge Demokratien schauen, wie z. B. Kenia, wo er im August als Wahlbeobachter vor Ort war. „Ich habe gesehen, wie Menschen bis zu sechs Stunden angestanden haben, um zu wählen, weil sie stolz sind, eine Demokratie zu haben“, so McAllister.

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