Demo in Eschede gegen Verherrlichung des Nationalsozialismus

Gesellschaft Von Redaktion | am Mo., 12.04.2021 - 16:05

ESCHEDE. Am 8. Mai 1945 endete der Zweite Weltkrieg in Europa durch die Kapitulation der deutschen Wehrmacht. Sechs Jahre Krieg und mehr als 60 Millionen Tote: Als am 8. Mai 1945 um 23.01 Uhr die Gesamtkapitulation in Kraft trat, endete die nationalsozialistische Terrorherrschaft endgültig. Deshalb wird der 8. Mai auch "Tag der Befreiung vom NS-Regime" bezeichnet.

"Bis heute bemühen sich Rechtsextreme, den 8. Mai zu vereinnahmen. Bereits seit den 1950er Jahren versuchen sie, den Nationalsozialismus zu rehabilitieren, indem sie die kriegstreibende, kriegsauslösende und Krieg führende Politik des NS-Regimes bestreiten oder relativieren. Sie leugnen die Schuld der Regierung Adolf Hitlers am Zweiten Weltkrieg. Die Zeit des Nationalsozialismus wird dagegen als 'tugendhafter und ehrenvoller Zeitabschnitt' dargestellt. Versuche, die deutsche Kriegsschuld zu relativieren, finden auch in der Neuen Rechten Zustimmung", so das Netzwerk Südheide gegen Rechtsextremismus.

Das Netzwerk führt am Tag der Befreiung vom NS - Regime in Eschede eine Demo durch. Sie beginnt am Samstag, 8. Mai 2021, um 14.00 Uhr, am Treffpunkt "Am Schweinestall“ (Kreuzung: Hermannsburger Straße - L281 - Im Dornbusch / Zum Finkenberg). Von dort aus geht es zum Hof Nahtz, "dem Zentrum der verfassungsfeindlichen und den Nationalsozialismus verherrlichenden NPD" . Es wird erinnert an die Schrecken des Zweiten Weltkriegs mit seinen über 60 Millionen Toten. "Wir  erinnern an Millionen Juden, Sinti und Roma, Homosexuelle und Andersdenkende, die wegen der menschenverachtenden und faschistischen Ideologie des NS-Regime verfolgt und ermordet wurden", so die Veranstalter.

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