Demo gegen Krieg und Faschismus in Eschede

Gesellschaft Von Susanne Zaulick | am Mo., 03.05.2021 - 15:29

ESCHEDE. Unter der Überschrift "Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus!" findet am Samstag, 8. Mai, in Eschede eine Demonstratin statt. Treffpunkt: 14.00 Uhr an der Kreuzung Hermannsburger Straße (L281) - Im Dornbusch / Zum Finkenberg. Von dort geht es zum NPD-Hof. Erinnert werden soll in Redebeiträgen an die Schrecken des Zweiten Weltkriegs mit seinen über 60 Millionen Toten, an Millionen Juden, Sinti und Roma, Homosexuelle und Andersdenkende, die wegen der menschenverachtenden und faschistischen Ideologie des NS-Regimes verfolgt und ermordet wurden.

Redner*innen:
Kirsten Lühmann (Mitglied des Deutschen Bundestages)
Diana Gring (Gedenkstätte Bergen-Belsen)
Enno Stünkel (Celler Netzwerk gegen Antisemitismus)
Wilfried Manneke (Netzwerk Südheide gegen Rechtsextremismus)
Auf der Demo müssen die bekannten Hygieneregeln eingehalten werden: Maske tragen und Abstand halten. 

Zum Hintergrund teilen die Veranstalter mit: "Am 8. Mai 1945 endete der Zweite Weltkrieg in Europa durch die Kapitulation der deutschen Wehrmacht. Sechs Jahre Krieg und mehr als 60 Millionen Tote: Als am 8. Mai 1945 um 23.01 Uhr die Gesamtkapitulation in Kraft trat, endete die nationalsozialistische Terrorherrschaft endgültig. Deshalb wird der 8. Mai auch "Tag der Befreiung vom NS-Regime" bezeichnet.

Bis heute bemühen sich Rechtsextreme, den 8. Mai zu vereinnahmen. Bereits seit den 1950er Jahren versuchen sie, den Nationalsozialismus zu rehabilitieren, indem sie die kriegstreibende, kriegsauslösende und Krieg führende Politik des NS-Regimes bestreiten oder relativieren. Sie leugnen die Schuld der Regierung Adolf Hitlers am Zweiten Weltkrieg. Die Zeit des Nationalsozialismus wird dagegen als “tugendhafter und ehrenvoller Zeitabschnitt” dargestellt. Versuche, die deutsche Kriegsschuld zu relativieren, finden auch in der Neuen Rechten Zustimmung."