Demonstration: „Gemeinsam gegen die Nazitreffen in Eschede“

Gesellschaft Von Redaktion | am Di., 17.09.2019 - 19:16

ESCHEDE. Am Samstag, 28. September, ruft das Celler Forum gegen Gewalt und Rechtsextremismus gemeinsam mit dem Netzwerk Südheide gegen Rechtsextremismus und dem DGB Nord-Ost Niedersachsen zu einer Demonstration gegen "Nazitreffen" in Eschede auf. Treffpunkt ist um 14.00 Uhr nördlich des Bahnhofs, am Rondell Hermannsburger Straße. Die Demonstration führt vom Bahnhof zur Kreuzung Zum Finkenberg / Am Dornbusch auf der Hermannsburger Straße, dort findet eine erste Zwischenkundgebung statt.

Weiter geht es auf der Straße Zum Finkenberg bis zum Gelände des NPD-Landesverbands Niedersachsen, Zum Finkenberg 1, Eschede. Auf einer dort stattfindenden Zwischenkundgebung wollen die Demonstranten in Sicht- und Hörweite der NPD-Veranstaltung ihren Unmut äußern. Dann geht es zurück zur Kreuzung Zum Finkenberg / Am Dornbusch auf der Straße Zum Finkenberg, wo eine weitere Zwischenkundgebung stattfindet. Anschließend führt die Demonstration auf der Hermannsburger Straße zurück zum Bahnhof, dort wird die Veranstaltung beendet.

Zum Hintergrund teilen die Veranstalter mit: "Jahrelang fanden auf dem Hof des NPD-Aktivisten Joachim Nahtz (Eschede) Neonazi-Treffen statt. Besonders die 'Sonnwendfeiern' und das 'Erntefest' haben schon eine lange Tradition. Die Neonazis bezeichnen diese Feste als 'Brauchtumsfeiern'. Ihr eigentliches Ziel ist es aber, auf diesen Zusammenkünften der norddeutschen Neonazi-Szene Kontakte zu pflegen, Termine abzusprechen und neue Aktionen vorzubereiten. Somit sind diese 'Brauchtumsfeiern' alles andere als harmlos.

Ab diesem Jahr finden diese Nazitreffen nicht mehr auf dem Gelände einer Privatperson statt. Wie wir im Juni erfahren mussten, gehört nun der Hof dem NPD-Landesverband Niedersachsen. Ein wesentlicher Grund mehr, die Demonstration nicht wieder knapp zwei Kilometer entfernt vom Hof durchzuführen. Wir wollen direkt vor dem Gelände des NPD-Landesverbands Niedersachsen protestieren. Wir wollen deutlich zeigen, dass wir mit dem, was dort vorgeht überhaupt nicht einverstanden sind und laut und deutlich aufzeigen, was dort passiert."