BERGEN. Heimat shoppen – unter diesem Motto stand an zwei Tagen eine Aktion der IHK, die Bürgern bewusst machen will, dass sie durch ihr Kaufverhalten ihr eigenes Lebensumfeld mitgestalten. Kurz gesagt: Wenn Anbieter vor Ort nicht genutzt werden, schließen sie früher oder später, zahlen keine Steuern mehr und hinterlassen ein trostloses Stadtbild.

In Celle war die Aktion mit verhängten Schaufenstern spektakulär gestaltet (CelleHeute berichtete), in Bergen und Winsen machten Einzelhändler in der Innenstadt ebenfalls auf „Heimat shoppen“ aufmerksam. „Es soll ein Denkanstoß sein. Wir können keinen bekehren“, sagt Holger Friedrichs, Inhaber des gleichnamigen Schuhgeschäfts in der Celler Straße und Vorsitzender des Gewerbevereins Stadt Bergen. Zumal die, die sowieso ins Geschäft kämen, ja nicht die Zielgruppe seien. Viele hätten aber von der Aktion gehört und könnten mit dem Motto etwas anfangen, hat er festgestellt.

Generell gäbe es in Bergen eine funktionierende Geschäftswelt. Wie schnell es aber auch anders werden kann, zeige das Beispiel Müden/Örtze, stellt Seniorchef Helmut Friedrichs fest. „Dort müssen die Bürger jetzt Anteile zeichnen, damit sie wieder einen Lebensmittelladen bekommen. Leider müsse das Kind immer erst in den Brunnen gefallen sein, bevor die Leute wach würden.

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