HILDESHEIM. Seit November 2015 stellen sich die sechs Niedersächsischen Handwerkskammern (Hildesheim-Südniedersachsen, Hannover, Braunschweig-Lüneburg-Stade, Oldenburg, Ostfriesland und Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim) der Herausforderung, geflüchtete Menschen in Ausbildung und damit auch in die Gesellschaft zu integrieren. Das niedersächsische Wirtschaftsministerium fördert das Programm im Rahmen der Fachkräfteinitiative.

In ganz Niedersachsen unterstützen 14 Berater*innen gleichermaßen Handwerksbetriebe und Geflüchtete zum Thema Ausbildung. Seit August 2016 wurden 2353 Beratungsgespräche mit Geflüchteten und 1230 Beratungsgespräche mit Betrieben geführt, dazu kommen noch etliche telefonische Beratungen und Infoveranstaltungen für die beiden Zielgruppen, aber auch zum Beispiel für Unterstützerkreise, JobCenter, Agenturen für Arbeit und Bildungsträger.

Der Beratungsschwerpunkt bei den Betrieben liegt weiterhin in der Aufklärungsarbeit über rechtliche Rahmenbedingungen und dem Matching. Bei den Geflüchteten reicht die Bandbreite von der Berufsorientierung über die Vermittlung bis hin zur Klärung von Fragen, die nach Beginn der Ausbildung auftreten.

Durch das Zusammenspiel aller Programme und der Tätigkeiten der IHAFA-Berater*innen konnten im aktuellen 2. Projektjahr  268 Geflüchtete in Ausbildung (Vorjahr: 103 Personen) gebracht werden. Weitere 99 Personen beginnen eine Einstiegsqualifizierung für eine Ausbildung in 2018.

„Die wachsenden Integrationserfolge belegen, dass das Handwerk den Geflüchteten gute Perspektiven eröffnen kann“, so Henning Strieben der Projektkoordinator von der Handwerkskammer Hildesheim-Südniedersachsen und fügt sogleich an, dass die Erfolge noch wesentlich größer sein könnten, wenn die Sprachförderung ausgebaut würde.

Das IHAFA-Projekt läuft noch bis Januar 2019 eine Übersicht der Beratungsstellen, Informationen zum Projekt IHAFA und zum Bundesprogramm „Wege in Ausbildung“ finden Sie unter www.ihafa.de.

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