CELLE. Die Wiener Künstlerin Brigitte Kowanz erhielt gestern im Kunstmuseum Celle den Deutschen Lichtkunstpreis. Mit der Auszeichnung ehrt die Robert Simon Kunststiftung sie für ihr herausragendes Lebenswerk. Zum Schaffen der Künstlerin heißt es von Seiten der Stiftung: „Brigitte Kowanz hat den Bildbegriff durch ihre Lichtkunstwerke erweitert. Ihre Wandarbeiten, Objekte und Rauminstallationen loten die Grenzen zwischen Immaterialität und Materialität aus. Digitale Daten werden greifbar gemacht, Zeichen, Codes und Schrift mit dem Medium Licht verknüpft. Das künstlerische Schaffen von Brigitte Kowanz lässt sich als ebenso ästhetische wie philosophische Reflektion der Phänomene Licht und Schatten, Raum und Zeit, Schrift und Zeichen umschreiben. Zentrale Elemente ihrer Arbeit sind unter anderem Neonlicht und Spiegel. Mit ihren Werken hat Brigitte Kowanz die europäische Lichtkunst seit den 80er Jahren entscheidend geprägt. Sie ist eine der wenigen Frauen, die in diesem Feld langfristig und international erfolgreich arbeiten. Zuletzt waren ihre Werke auf der Biennale in Venedig zu sehen.“

Brigitte Kowanz ist die dritte Künstlerin, an die der mit 10.000 Euro dotierte Preis vergeben wird. Der Deutsche Lichtkunstpreis wird alle zwei Jahre im Kunstmuseum Celle verliehen. Erster Preisträger war 2014 Otto Piene und zweiter Mischa Kuball 2016. Werke von Brigitte Kowanz sind seit gestern und noch bis 22. Mai im Kunstmuseum Celle zu besichtigen.

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