CELLE. Anlässlich des diesjährigen Tages der Arbeit am 1. Mai machen die Gewerkschaften in Celle darauf aufmerksam, wofür sie gemeinsam einstehen wollen: Für Solidarität, Vielfalt und Gerechtigkeit. Nach langen Monaten des Wartens auf eine neue Koalition in Berlin erwarten die Gewerkschaften von der Politik, dass nun etliche Baustellen, die die alte Regierung unbearbeitet ließ, zügig angegangen werden. Dies betrifft vor allem die geplanten Vorhaben bei der Pflege, bei der Beschäftigung von Langzeitarbeitslosen, bei der sachgrundlosen Befristung, beim Rückkehrrecht auf Vollzeit sowie bei den Investitionen in Bildung, Wohnungen und Infrastruktur.

„Gleichzeitig ist den Gewerkschaften klar, dass dies nicht reichen wird“, stellt DGB Kreisvorsitzender Paul Stern klar. „Wir wollen, dass niemand sich fragen muss, ob der Arbeitsplatz sicher ist, ob das Geld und später die Rente reichen. Wir wollen, dass mehr Beschäftigte den Schutz von Tarifverträgen genießen und mehr Mitbestimmung in den Betrieben und Verwaltungen. Wir wollen ein gerechtes Steuersystem, mit dem eine solide Infrastruktur und bezahlbare Wohnungen für Jung und Alt finanziert werden und einen öffentlichen Dienst, der seine Aufgaben gut erfüllen kann. Wir wollen gute Bildung für alle Kinder. Sie haben ein Recht darauf. Rentnerinnen und Rentner sollen in Würde altern können“, so Stern. Dafür wollen die Gewerkschaften am 1. Mai auch in Celle auf die Straße gehen und gleichzeitig ein starkes Zeichen gegen Krieg und Intoleranz, Rassismus und Rechtspopulismus setzen.

Veranstaltungsdaten: 1. Mai 2018 in Celle, 11:00 Uhr Maikundgebung Auf der Stechbahn, u.a. mit
Paul Stern (DGB Kreisvorsitzender Celle) sowie Betriebs- und Personalräten,
Musik: DEAD PAC – Jugendband aus Celle,
Hüpfburg & Kinderprogramm; div. Info- und Aktionständen,
Essen & Trinken

1. Mai 2018 Celle

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