CELLE. „Bisher herrschte in der nordsyrischen Provinz Afrin Frieden, die Region war Zufluchtsort für Flüchtlinge. Jetzt bombardiert die Türkei und marschiert mit deutschen Leopard-2-Panzern ein“, so der DGB-Kreisverband Celle in einer Pressemitteilung. Mit dem Einmarsch in Syrien heize die Türkei einen entgrenzten Krieg weiter an. Der Stellvertreterkrieg um die Neuordnung des Nahen und Mittleren Ostens werde jetzt auch mit deutschen Leopard-2-Panzern von Rheinmetall ausgefochten. Der Angriff auf den kurdischen Kanton Afrin in Nordsyrien verschärfe die Konflikte. „Militärisch sind sie nicht zu lösen“, so der DGB.

Der Kanton Afrin ist Teil des demokratischen Projekts Rojava und war bisher weitgehend vom Krieg verschont. Flüchtlinge aus anderen Regionen Syriens suchten hier Schutz. Nachdem der IS aus Rojava vertrieben werden konnte, wird in der Region eine demokratische Selbstverwaltung unter Einbeziehung aller ethnischen und religiösen Gruppen aufgebaut. Schon länger unterstützt der DGB-Kreisverband Celle nach eigenen Angaben politisch und materiell die Idee von Selbstorganisation und Gleichberechtigung als Alternative zu bisherigen Herrschaftsstrukturen. „Die deutschen Rüstungsexporte werden der Region keinen Frieden bringen – im Gegenteil. Die Achtung der Menschenrechte und des humanitären Völkerrechts durch die Türkei ist nicht gewährleistet“, so der DGB. Er fordert den deutschen Außenminister und die Bundesregierung auf:

„Kein Panzer-Deal mit Erdogan! Keine Waffenlieferungen an die Türkei! Türkische Truppen und ihre Hilfstruppen raus aus Syrien!“

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