CELLE. Wenn die Internationale Grüne Woche in Berlin Mitte Januar ihre Tore öffnet und die große Vielfalt der Lebensmittelerzeugung und -produktion zeigt, dann sind auch die Celler Landwirtinnen und Landwirte wieder in Aktion. Am 19.01.2019 wollen sie unter dem Motto „Dialog statt Protest“ mit Verbraucherinnen und Verbrauchern ins Gespräch kommen. Von 10:00 bis 13:00 Uhr sind sie als Ansprechpartner rund um die Landwirtschaft mit einem Infostand in der Celler Innenstadt  auf dem Robert-Meyer-Platz zu finden. „Wir wollen mit den Bürgern reden und ihnen im Dialog ein vorurteilsfreies und realistisches Bild unserer heimischen Landwirtschaft vermitteln. Dieser Ansatz, dem Verbraucher Informationen aus erster Hand zu liefern und seine Fragen zu beantworten, hat sich bewährt“, erläutert Christoph Düvel, Vorsitzender des Landvolks Celle.

Zwei Themen stehen in diesem Jahr bei der Aktion im Vordergrund. Zum einen wollen die Celler Bauern verdeutlichen, dass aus ihrer Sicht Naturschutz im Konsens mit Eigentümern und Nutzern umgesetzt werden sollte, damit beides – Naturschutz und Nutzung – nebeneinander möglich bleibe. Zum anderen soll auf die SuedLink-Probleme hingewiesen werden. Laut Landvolk Celle ist es ist weiterhin unklar, wie stark die Landwirtschaft auf der Erdkabel-Trasse eingeschränkt ist, es fehle ein Bodenschutzkonzept und es stelle sich die Frage, ob der starke Eingriff ins Eigentum auch entsprechend ausgeglichen wird. Gemeinsam mit Vertretern der Forstbetriebsgemeinschaft Celler Land, Landfrauen, Landwirtschaftsschülern und Agrarscouts wollen die Celler Bauern hierüber mit den Passanten sprechen. Die Beteiligten der Aktion sind an ihren gelben Westen mit der Aufschrift „Frag doch mal den Landwirt“ zu erkennen.

Parallel zur Aktion in Celle beteiligen sich viele Bauern in ganz Niedersachsen am 18./19.01.2019 mit zahlreichen Aktivitäten, um für ein „Mehr“ an Akzeptanz für die wichtigen, aktuellen und sensiblen Themen der Landwirtschaft zu werben. Von Aurich bis Göttingen und von Nordhorn bis Braunschweig wird es in Fußgängerzonen, auf Wochenmärkten oder vor den Einkaufszentren das Gespräch „Bauer – Bürger“ geben.



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