CELLE. „Die Akte Silbersee“ entwickelt sich zu einem handfesten Skandal. Nachdem die Stadt mögliche Investoren verschwieg, die Existenz gar dementierte und eine potenzielle Investorin verprellte (CELLEHEUTE berichtete), wollte sie nun versuchen, mit einer Ratsinformationsveranstaltung auf Wunsch einiger Fraktionen Transparenz zu schaffen. Doch auch das geht offenbar nach hinten los, wie Ratsherr Bernd Zobel feststellt:

„Zu einer ordentlichen Vorbereitung gehört auch die Bereitstellung vorhandener Daten und
Informationen. Durch Zufall haben die Grünen diese Woche erfahren, dass es in der Stadtverwaltung bereits seit
2014 ein Gutachten zum Thema ‚Silbersee‘ gibt. Dieses Gutachten ist den Fraktionen in den jetzigen
Beratungen vorenthalten worden. Wochenlang gab es eine öffentliche und ratsinterne Diskussion, doch
die Verwaltung verschwieg dieses Gutachten. Bis heute liegt es den Fraktionen nicht vor. Das ist ein
Unding, der Rat wird bewusst an der kurzen Leine gehalten. Wir fordern die Verwaltung auf, unverzüglich
dieses Gutachten zur Verfügung zu stellen. Auch stellt sich die Frage, warum es bisher zurückgehalten wurde.“

Nur kleckerweise kommen Fakten ans Licht. Warum die Verwaltung hier offensichtlich mauschelt und die plötzliche Räumung des Geländes ausgerechnet über Pfingsten in einem immer fragwürdigeren Licht erscheinen lässt, kann bzw. will sie nicht erklären. Auch wir von CELLEHEUTE erwarten von dort keine Antworten mehr. Alle bisherigen Auskünfte waren nachweisbar stellenweise nicht korrekt bzw. unvollständig, wie auch diese neue Information belegt.

„Ich schäme mich“ – Ratsherr Müller zur Silbersee-Räumung

„Schwarzer Tag für Vorwerk“ – Ortsbürgermeisterin Fiss zur Silbersee-Räumung

„Die Akte Silbersee“ – Potenzieller Pächter legte bereits 2017 Pläne vor

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