CELLE. Der 1892 gegründete Celler Museumsverein hatte zeitweise 16 jüdische Mitglieder in seinen Reihen. Zudem stellte das Bomann-Museum bis 1933 jüdische Kulturgegenstände aus, die der jüdische Lehrer Julius Löwenstein vermittelt hatte. Wiederholt unterstützten auch die anderen jüdischen Mitglieder das Museum durch bedeutende Zuwendungen und Stiftung von Objekten für die Sammlung des Museums. Bis 1933 endete die Mitgliedschaft vieler Juden im Verein, jedoch gab es auch anschließend noch Sammlungszugänge aus jüdischem Besitz.

Gemäß der Washingtoner Erklärung von 1998 hat die Bundesrepublik Deutschland zugesagt, solche Zugänge zu überprüfen und bei einem unrechtmäßigen Entzug infolge der NS-Herrschaft faire und gerechte Lösungen mit den Nachkommen zu finden. Seit 2016 erforscht auch das Bomann-Museum die Provenienz (Herkunft) seiner Sammlungsbestände aus der NS-Zeit. Über diese Arbeit wird Christopher Galler in seinem Vortrag berichten. Besonders im Fokus stehen wird dabei der Fall von Iwan Dawosky, der zeitweise ehrenamtlicher Mitarbeiter des Museums war. Ein Teil seines Besitzes gelangte 1943 in die Museumssammlung.

Ort:                       Celler Synagoge, Im Kreise 24

Termin:               Donnerstag, 17. Januar 2019, 19.00 Uhr

Referent:            Christopher Galler M.A., Celle

Veranstalter: Stadtarchiv Celle in Kooperation mit der Jüdischen Gemeinde e.V. und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Celle e.V.



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