HERMANNSBURG. Mit „Piripkura – Die Suche nach den letzten ihres Volkes“ lädt das Ev.-luth. Missionswerk in Niedersachsen (ELM) für Dienstag, 28. Mai um 19 Uhr, zu einem Filmabend ins Hermannsburger Ludwig-Harms-Haus ein. Ein beeindruckender Film über den Überlebenskampf der Indigenen Brasiliens am Beispiel der „Piripkura“.

Die letzten beiden Angehörigen der indigenen Ethnie der Piripkura leben im Amazonas-Regenwald in Brasilien. Dieser wird durch unkontrollierte Abholzungen zerstört. Um das Gebiet zu beschützen, muss der Koordinator der Indigenenschutzbehörde FUNAI beweisen, dass diese letzten beiden noch da sind: Denn solange es Pakyî und Tamandua gibt, sichert das auch die Existenz des Waldes, in dem sie leben und der nur durch die Legitimierung als ihre Heimstatt vor Rodung gesichert werden kann. Doch wie lange noch angesichts der Wahl Jair Bolsonaros zum brasilianischen Präsidenten, der sich um das Lebensrecht der noch verbliebenen indigenen Bevölkerung Brasiliens und den Schutz seines Regenwaldes wenig schert? Auch vor diesem Hintergrund spielt der preisgekrönte Dokumentarfilm (OmU. dt.), der ein Licht auf die Tragödien wirft, die der im Amazonasgebiet lebenden indigenen Bevölkerung widerfahren. Im Anschluss an den Film gibt es Gelegenheit zum Gespräch mit ELM-Referent und Brasilien-Experte Kurt Herrera.

Brasilien-Experte Kurt Herrera; Foto: Elena Bokelmann

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