"Die Linke" fordert Deckelung der Mieten

Politik Von Redaktion | am Do., 26.09.2019 - 13:21

CELLE. Die Angebotsmieten in Celle sind seit 2012 jährlich um 2,9 Prozent pro Jahr gestiegen. Das geht aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage des Linken-Bundestagsabgeordneten Victor Perli zur Mietenentwicklung in den 14 größten Städten Niedersachsens hervor, über die die Behiye Uca, Rats und Kreistagsmitglied der "Linken" in Celle, berichtet. Im Jahr 2012 hätten Wohnungssuchende demnach noch eine durchschnittliche Kaltmiete von 5,42 Euro pro Quadratmeter gezahlt, im Jahr 2018 seien die Mieten bereits auf 6,43 Euro pro Quadratmeter geklettert. Dies entspricht einer Steigerung von über 18 Prozent. Neben Celle seien auch andere Städte von teils drastischen Mietsteigerungen betroffen.

Die Partei "Die Linke" fordert deshalb eine gesetzliche Deckelung der Mietpreise auf dem Wohnungsmarkt. „Die aktuellen Mieten sollen als Sofortmaßnahme nach Berliner Vorbild für fünf Jahre eingefroren und zugleich regionale Höchstmieten festlegt werden“, sagte Perli. Entsetzt über die neuesten Zahlen zeigt sich auch Behiye Uca: „Der Mietenwahnsinn macht sich in Celle breit. Es ist unerträglich, dass Senioren und Familien mit normalen Einkommen kaum noch bezahlbaren Wohnraum finden. Die Mieterinnen und Mieter werden schleichend enteignet, indem sie immer mehr von ihren Löhnen und Renten für die Wohnung ausgeben müssen“, kritisiert Uca. Ein Mietendeckel sei nötig, um vor Verdrängung und Armut zu schützen. In Berlin solle der von den LINKEN initiierte Mietendeckel nach jetzigem Stand im Januar 2020 in Kraft treten. Die Linken-Politiker kündigten neben Anträgen im Bundestag und im Stadtrat auch Protestaktionen gegen Mietwucher und Wohnungsnot an.