Digitaler Nachlass war Thema beim SoVD Nienhagen 

Gesellschaft Von Extern | am Do., 13.02.2020 - 15:55

NIENHAGEN. Mit dem eigenen Nachlass beschäftigen sich die meisten Menschen nur ungern. Nach einer repräsentativen Umfrage haben sich laut dem SoVD Nienhagen nur wenige Internetnutzende darum gekümmert, was nach ihrem Tod mit ihren Online-Konten passieren soll. Nicht einmal jeder Zehnte hat demnach für Hinterbliebene Zugangsdaten zu allen Diensten und Online-Konten hinterlegt. Fast jeder Zweite sei sich der Problematik bislang gar nicht bewusst. Doch ohne Kontoinformationen oder Zugangsdaten kann es für Erben schwer bis unmöglich werden, Zugriff auf Internetdienste zu bekommen. 

An die 100 Interessierte waren gekommen, um sich zu informieren, wie man schon zu Lebzeiten die richtigen Vorkehrungen im Hinblick auf einen digitalen Nachlass trifft. In seinem sehr lebendigen Vortrag zeigte Referent Friedrich Schwanecke einige Möglichkeiten auf, wie es möglich ist, dass das Erbe in der digitalen Welt nicht verloren geht. Sinnvoll sei es, eine Vertrauensperson mit allen Aufgaben rund ums digitale Erbe zu betrauen. Am besten werden alle Absprachen in einer Vollmacht, die „über den Tod hinaus“ gültig ist, festgehalten, so Schwanecke. Es helfe auch, ein Digitales Testament zu erstellen. Hier sollte man - ähnlich wie bei einer Patientenverfügung - alle Wünsche genau schriftlich festhalten. Ratsam ist zudem, als Nutzer eine Liste aller Accounts mit Benutzernamen und Passwort aufzustellen. Die vielen Fragen, die der Referent zwischendurch und am Ende des Vortrages beantwortete, zeigten, dass Interesse an dem Thema geweckt wurde.

Im Anschluss fand das traditionelle Grünkohl-Essen statt. Die Mitglieder und Gäste genossen den leckeren Grünkohl mit Bregenwurst, Kasseler und Bauchfleisch von der Fleischerei Ibsch aus Ovelgönne. In geselliger Runde und bei vielen Gesprächen klang der informative und kulinarische Nachmittag aus.