CELLE. Es staubt mächtig in Halle 13 der CD-Kaserne – ein Radlader transportiert Reste von Futtertrögen aus Beton ins Freie. Der 138 Quadratmeter große, dunkle Raum, der bis vor Kurzem noch deutliche Zeichen seiner früheren Nutzung als Pferdestall aufwies, wird als Teil des dreijährigen Bauprojektes in der CD-Kaserne ausgebaut, um zukünftig als Jugendmehrzweckraum genutzt werden zu können. Heute informierten Kai Thomsen, Geschäftsführer der CD-Kaserne, Andreas Röper vom Beteiligungsmanagement der Stadt Celle und Susanne Witt vom Architekturbüro bwp Nilsson Witt über den dritten Bauabschnitt.

Als speziell für die Jugendarbeit (auch mit Migrantinnen und Migranten) vorgesehener Raum, war der Ausbau der Halle 13 im Rahmen der vom Bundesprogramm zur „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ geförderten Baumaßnahmen in der CD-Kaserne bewilligt worden. „Zunächst hatten wir geplant, den Raum im 1. Obergeschoss auszubauen“, berichtete Thomsen. Während der Präsentation des Projektes in Bonn habe man sich kurzfristig dazu entschlossen, den Jugendmehrzweckraum im Erdgeschoss unterzubringen, um einen behindertengerechten Zugang gewährleisten zu können, da der Einbau eines Aufzuges den Kostenrahmen gesprengt hätte.

Die das Projekt betreuende Architektin Witt erläuterte, dass der Raum mit bodentiefen Fenstern ausgestattet werden solle, um mehr Licht hineinzubekommen – auch das Tor werde ein Glaselement enthalten. „Der Werkcharakter der Halle 13 soll erhalten bleiben und das entsprechende Feeling weiterhin rübergebracht werden“, so Witt. Die Werkstoffe für Wände und Fußbodenbereich seien passend dazu ausgewählt worden. Eingebaut werde eine kleine Bar, auch eine mobile Bühne werde es geben, so dass Veranstaltungen verschiedenster Art dort stattfinden können.

Das Gesamtprojekt, das mit 90 Prozent aus Bundesmitteln gefördert wird, sei sowohl zeitlich als auch finanziell voll im Plan, erklärte Röper. Der 1. und 2. Bauabschnitt seien abgerechnet und die bereitgestellten Haushaltsansätze nicht überschritten worden, was beim Bauen im Bestand als Herausforderung anzusehen sei. „Dass wir ohne  Kostenüberschreitungen ausgekommen sind, finde ich bemerkenswert. Ich gehe davon aus, dass das auch so bleibt“, ließ Röper wissen. 200.000 Euro seien für den dritten Bauabschnitt eingeplant. Mit der Fertigstellung des Jugendmehrzweckraums, in dem auch das Zentrum für systemisch-interkulturelle Prävention der CD-Kaserne seine Heimat finden solle, rechne man Ende Oktober/Anfang November. Weitere passende, interessierte Nutzerinnen und Nutzer für den Raum würden derzeit noch gesucht, erklärte Thomsen abschließend.

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