DRK Celle bildete ehrenamtliche Rettungssanitäter aus

Medizin Von Extern | am Mi., 23.09.2020 - 15:35

CELLE. Ehrenamtlich Helfende aus verschiedenen Ortsvereinen des DRK-Kreisverbandes Celle e.V. absolvierten eine nebenberufliche Ausbildung zum Rettungssanitäter. Insgesamt investierten die Ehrenamtlichen in ihrer Freizeit in vier aufeinanderfolgenden Blöcken, 520 Stunden für ihre Ausbildung, wie das DRK Celle berichtet.

Der Grundlehrgang wurde im DRK-Bildungszentrum in Celle durchgeführt, das sich anschließende Klinikpraktikum konnte im AKH in Celle absolviert werden. Mit Spannung wurde das Praktikum auf der Celler DRK-Rettungswache erwartet. Endlich konnte man dort das bisher Erlernte während der Einsätze unter fachkundiger Anleitung weiter vertiefen und umsetzen. Obwohl die hauptamtlichen Kollegen die angehenden Rettungssanitäter in den Übungsstunden tatkräftig unterstützten, blieb eine gewisse Ungewissheit bei den Prüflingen, bis zum Abschluss der Prüfung.

Eine Woche hatten die Ehrenamtlichen Zeit, sich für die Prüfung in Theorie und Praxis vorzubereiten. Die Prüfung verlangte höchste Konzentration. Nach rund zwei Jahren Lernen und Praktikum haben alle neun Ehrenamtlichen die Prüfung zum Rettungssanitäter bestanden, teilt das DRK mit. 

Das Aufgabenfeld des Rettungssanitäters umfasst im Wesentlichen das Führen eines Rettungsfahrzeuges, die notfallmedizinische Versorgung von Patienten zusammen mit Notallsanitätern, Rettungsassistenten und Notärzten sowie die Betreuung und den Transport von hilfebedürftigen und kranken Menschen. „Der DRK-Kreisverband Celle ist stolz auf die gute Leistung und das Durchhaltevermögen der Ehrenamtlichen, denn sie haben diese Ausbildung neben der täglichen Arbeit in ihrer Freizeit erbracht. Daher ein großes Lob an die 'neuen' Rettungssanitäter, alles Gute und viel Erfolg. Ein großes Dankeschön gilt auch den Praktikumspartnern: dem AKH-Team sowie den Mitarbeitenden des DRK-Rettungsdienstes. Deren fachliche und moralische Unterstützung waren für die Ausbildung sehr wertvoll", so Doris Dieskau und Jörg Brandes von der  Kreisbereitschaftsleitung. 

Ausbildungsinhalte:

Block 1: Grundlehrgang 160 Stunden
Allgemeine medizinische Grundlagen
Allgemeine und spezielle Notfallmedizin
Recht, Organisation und Einsatztaktik

Block 2: Klinikpraktikum 160 Stunden
Anästhesie / OP
Notaufnahme / Ambulanz

Block 3: Rettungswachenpraktikum 160 Stunden
an einer anerkannten Lehrrettungswache

Block 4: Abschlusslehrgang 40 Stunden (Prüfung 2 Tage)
Wiederholung der theoretischen Lehrinhalte
Intensives Training mit Fallbeispielen
schriftliche, praktische und mündliche Prüfung