ESCHEDE/BERGEN. Das vorletzte Spiel führte den Tabellenzweiten Eicklingen 1 am Freitagabend nach Eschede. Die Escheder kämpfen gegen den Abstieg, so dass die Rollen klar verteilt waren. Die Gastgeber holten dennoch den ersten Punkt, weil ihr Spitzendoppel Brandes/Frobusch sich in vier Sätzen durchsetzte gegen die neu formierte Kombi Scavarda/Weiß. Anschließend folgten allerdings neun Eicklinger Siege in Serie zum letztlich überlegenen 9:1 Sieg. Lediglich in zwei Spielen wurde die volle Distanz von fünf Sätzen ausgekostet.

Tim Söhnholz hatte es gegen seinen alten Spezi Holger Brandes nicht ganz so einfach. Allerdings waren die Sätze vier und fünf mit jeweils 11:4 eine leichte Beute für den zwar weißhaarigen, aber immer noch sehr dynamischen Eicklinger. Ähnlich erging es Jörg Schepelmann. Leicht angeschlagen durch einen grippalen Infekt, musste er gegen Matze Koppmann zwei Sätze abgegeben, blieb aber letztlich auch weiterhin ungeschlagen. So stand ein deutlicher und standesgemäßer 9:1 Erfolg am Ende auf dem Papier.

Parallel spielte die zweite Vertretung in Garßen. Verlass war in den Eingangsdoppeln auf die eingespielte Paarung Lükpe/Soltau. Letztgenannter füllte die Lücke, die durch die Ausleihe von Frank Weiß an die 1. Herren entstanden war. In vier Sätzen schlugen beide Sidortschuk/Claudia Witschi. Die nächsten vier Punkte gingen in Folge an die Gastgeber. Erst die Eicklinger Mitte mit Klaus Geweke gegen Nicki van der Schalk und Guido Koch gegen Claudia Witschi konnte den Abwärtstrend bremsen.

Im unteren Paarkreuz folgte eine Punkteteilung. Detlef Soltau unterlag dem Materialspieler Stephen Holland in vier umkämpften Sätzen. Sehr deutlich konnte dann Joachim Angermann punkten, der sich stark verbessert präsentierte gegen Thorsten Scheffler. Mit 11:9, 11:7 und 11:2 holte er den Anschlusspunkt zum 4:5 Zwischenstand. Das war es das dann aber auch für Eicklingen. Mit extrem viel Pech gingen die nächsten drei Spiele, die sämtlichst über fünf Sätze liefen, hauchdünn verloren. Pröve konnte eine 2:0 Führung gegen Sidortschuk nicht ins Ziel bringen und ähnlich erging es auch Noah Lüpke wie anschließend dann auch Guido Koch. Den letzten Punkt für Garßen holte Claudia Witschi gegen Claus Geweke zum 9:4 Sieg der Celler Vorstädter. “Das war großer Kampf und Einsatz meiner Mannschaft, der leider nicht belohnt wurde. Nach ausgezählten Bällen lagen wir nur mit 301:306 hinten. Ein Spiel absolut auf Augenhöhe ging viel zu hoch verloren. Nun müssen wir sehen, dass wir im letzten Spiel gegen Eschede noch mal punkten“, so Ersatz-Kapitän Carsten Pröve nach dem Spiel.

Am Samstag stand dann das absolute Spitzenspiel der Liga auf dem Programm. Eicklingen 1 trat in Bergen an. Beide Mannschaften waren bis dato noch ungeschlagen und Bergen hatte lediglich das etwas bessere Spielverhältnis. In den Eingangsdoppeln waren die Eicklinger gleich hell wach. Scavarda/Siefert führten schnell gegen das Bergener Spitzendoppel Pflug/Evers mit 2:0 Sätzen bevor diese noch zum 2:2 ausgleichen konnten. Der letzte Satz war dann der erste von unzähligen Krimis an diesem wohl denkwürdigen Abend. Mit 16:14 hatten die beiden Eicklinger am Ende hauchdünn die Nase vorn. Die volle Distanz benötigten parallel auch Söhnholz/Meier gegen Lepke/Rohde. Dieser endete mit 11:6 dann aber deutlich für die Eicklinger Paarung. Da auch das dritte Doppel mit Gierke/Schepelmann mit 3:0 Sätzen relativ klar eine Beute für die Eicklinger wurde, führten die Eicklinger Gäste überraschend mit 3:0 Punkten nach den Doppeln.

Davon noch hochmotiviert zeigte Tim Söhnholz gegen den klar favorisierten Kristofer Pflug sein wohl bestes Spiel der Saison. Trotz 0:2 Satz-Rückstand schlug er den Bergener noch mit 3:2 Sätzen. Parallel konnte Markus Scavarda gegen den Materialspieler Rainer Lepke nicht durchgängig mithalten. Die Sätze zwei und vier hatte Scavarda relativ deutlich im Griff aber im abschließenden fünften Satz konnte er die Konzentration nicht hochhalten und unterlag dem strohblonden Bergener in fünf Sätzen. Die Mitte konnte die 4:1 Führung sogar noch ausbauen. Dietmar Siefert hatte gegen Dirk Montag so gut wie keine Probleme und gewann in drei Sätzen. Etwas enger verlief das Duell der Angriffsspieler Albrecht Meier und Christian Otte. Auch hier hatte Meier für Eicklingen das bessere Ende für sich zum zwischenzeitlich völlig unerwarteten 6:1.

Das untere Paarkreuz konnte den Vorsprung halten. Axel Gierke unterlag zwar gegen Benjamin Rohde aber postwendend konnte Jörg Schepelmann den alten Vorsprung wieder herstellen durch ein recht ungefährdetes 3:0 gegen Axel Wunsch. Es folgten in Serie drei weitere Krimis, die zum großen Leidwesen der Eicklinger Anhänger leider ausnahmslos die Bergener für sich entschieden.Trotz jeweils 2:1 Satzführung konnten sowohl Markus Scavarda wie auch Tim Söhnholz am Ende ihre Einzel nicht gewinnen. Mit jeweils 11:9 im letzten Satz setzten sich die Bergener Spitzenspieler Pflug und Lepke durch und verkürzten auf 4:7.

Als dann auch Albrecht Meier mit 11:8, 9:11, 9:11, 11:9 und 10:12 gegen Dirk Montag das Nachsehen hatte, war der vielleicht schon zum Greifen nahe Sieg wieder in weite Ferne gerückt, zumal anschließend auch Dietmar Siefert seinem jungen Gegner Christian Otte zum Sieg gratulieren musste. Als dann auch noch Axel Gierke gegen Axel Wunsch das Nachsehen hatte, hatten die Bergener tatsächlich wieder ausgeglichen zum 7:7. Für den nächsten Krimi sorgte quasi parallel Jörg Schepelmann, der aus seinem Körper die letzten Körner holen musste, gegen den Youngstar Benjamin Rohde. Mit 11:7, 9:11, 7:1, 13:11 und erneut 13:11 holte Schapp den achten Punkt, der zumindest das angepeilte Unentschieden sicherte. Dabei sollte es dann aber auch bleiben.

Auch das Schlussdoppel ging über fünf Sätze, aber am Ende holten sich die beiden Bergener Pflug/Evers mit 11:6, 13:11, 15:17, 10:12 und 11:3 den Sieg. „Was sollst Du dazu sagen? Da sehen wir über weite Strecken aus wie der sichere Sieger und dann plötzlich liegst Du fast schon hinten um dich am Ende wenigstens noch mit einem Punkt zu belohnen. Mit ein ganz klein wenig mehr Fortune wäre aber auch deutlich mehr drin gewesen, aber wenn es ganz blöd gelaufen wäre, dann hätten wir das Spiel auch noch verlieren können. Mit dem 8:8 ist noch nichts entschieden und wir haben noch alle Chancen im Rückspiel in eigener Halle“, so Kapitän Albrecht Meier noch gezeichnet von dem Spielverlauf.

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