WIETZENDORF. Wie entwickelt sich die Verbreitung der Elektromobilität in der Region Lüneburg, dem Raum zwischen den Metropolen? Inwiefern müssen private und öffentliche Akteure reagieren, damit die bevorstehenden Entwicklungen der Elektromobilität auf ausreichende Bedingungen wie Infrastruktur für eine rasche und umfassende Verbreitung treffen? Antworten auf diese Fragen liefert die Studie „Elektromobilität in der Region Lüneburg“, die im Auftrag der LEADER- und ILE-Regionen sowie der Landkreise im Raum Lüneburg durchgeführt wurde.

Innerhalb eines Jahres sammelte das Projektteam Einschätzungen von Experten sowie lokalen Akteuren und analysierte mögliche Szenarien für die Marktdurchdringung und den Ladebedarf bis 2035. Daraus wurden Ziele für die Begleitung der Elektromobilität gesetzt. Es gelte, Entwicklungen aktiv mitzugestalten, den Wirtschaftsraum im Hinblick auf Elektromobilität zu stärken und Mobilitätsoptionen zu fördern, heißt es von Seiten der Auftraggeber der Studie. Um diese Ziele zu erreichen, seien umsetzungsorientierte Maßnahmen ausgearbeitet worden. Die Studie und eine Kurzfassung können unter www.oberes-oertzetal.de heruntergeladen werden.

Eine Empfehlung der Studie ist, öffentliche Flotten mit E-Carsharing zu öffnen. Die gleiche Idee hatte die Gemeinde Wietzendorf und ist neuerdings mit einem E-Auto im Straßenverkehr unterwegs. Seit Ende 2017 wird die Dienstwagenflotte durch ein E-Auto ergänzt. Es steht den Gemeindemitarbeitern zur Verfügung und abends und am Wochenende dem örtlichen Sportverein TSV und dem DRK-Ortsverband. Neugierige Bürgerinnen und Bürger der LEADER-Region können zudem an Aktionstagen mit einer Testfahrt die Elektromobilität für sich erproben. Rund 16.000 € an LEADER-Mittel flossen in das E-Auto, um die Elektromobilität in der LEADER-Region zu stärken.

Hintergrund ist der Zusammenschluss der Städte und Gemeinden Bergen, Faßberg, Munster, Südheide und Wietzendorf zur LEADER-Region Kulturraum Oberes Örtzetal. In der LEADER-Region arbeiten verschiedenste Akteure gemeinsam an einer zukunftsträchtigen Entwicklung an Themen wie zum Beispiel Tourismus, Wohnen, Versorgung und Bildung. Die Lokale Aktionsgruppe besteht aus kommunalen Vertretern sowie Wirtschafts- und Sozialpartnern der Region. Sie steuert den LEADER-Prozess und entscheidet beispielsweise über die Förderfähigkeit von Projekten in der Region. (mehr Infos unter www.oberes-oertzetal.de).

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