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Gesellschaft

Ehrung verdienter Bürger in Nienhagen: keine „Man-müsste-mal-machen-Menschen“

27.04.2018 - 07:46 Uhr     Monika Wille    0
Fotos: Monika Wille

NIENHAGEN. Eine der schönen Aufgaben eines Bürgermeisters hatte Jörg Makel gestern Abend zu erledigen. Galt es doch verdiente Bürgerinnen und Bürger zu ehren. Musikalisch eingebettet wurde die Ehrung von den Musikern Joshua Claassen am Keybord und Guido Jänke, Saxophon und Klarinette. Für jeden der zu Ehrenden hatten sie sich zur Einleitung einen passenden Song einfallen lassen.



Der jungen Maira Hinrichs, dankte Makel im Namen des Rates der Gemeinde Nienhagen für ihre Idee, Bedürftigen der Gemeinde helfen zu wollen. Beim Weihnachtsmarkt lässt sie jährlich ihre Patchworktaschen versteigern. Der Erlös fließt 1 :1 an Bedürftige in der Gemeinde Nienhagen. Auch die Vorsitzende der Tafel Nienhagen, Rosemarie Mikolaiczak, dankte Maira für diese großartige Idee, die es ermögliche, allen Bedürftigen ein kleines Weihnachtspräsent zukommen zu lassen. Makel wies darauf hin, dass es der Gemeinde Nienhagen ein ganz besonders Anliegen gewesen sei, Maira für ihren Einsatz zu danken, obwohl sie in einer Nachbargemeinde zuhause ist. Außer dem Blumenstrauß gab es noch einen Gutschein von einem Onlinehandel, damit sie sich selbst auch einen kleinen Wunsch erfüllen könne.

Dietrich Bogdanski sei den Nienhägern durch seine jahrelange Tätigkeit im Rat gut bekannt, aber das sei nicht der Grund der heutigen Ehrung, so Makel. Nach seiner Pensionierung habe sich Bogdanski in hohem Maße für das Familienzentrum Kess engagiert und zähle zu dessen Gründungsmitgliedern. Darüber hinaus habe er sich persönlich in die Programmgestaltung eingebracht und z.B. als Opa Willi, „altes“ Wissen an Kinder weitergegeben. Für all dieses unermüdliche Engagement sprach ihm Makel den Dank des Rats der Gemeinde aus und überreichte ihm nach dem Verlesen der Urkunde ebenfalls einen Blumenstrauß und einen Gutschein als Zuschuss für eine – wie von Bogsdanski gewünscht – neue Sehhilfe.

Siegfried Rasper, Hubschrauberpilot im Ruhestand, habe sich ebenfalls nach seiner Pensionierung nicht in sein Kämmerlein zurückgezogen, sondern sich in das Gemeindeleben eingebracht. So habe er u.a. zwei wunderschöne Sonnenuhren kreiert, an denen sich die Besucher des Sinnesgarten erfreuen könnten. Darüber hinaus sorge er dafür, dass das Gelände drum herum unkrautfrei bleibe und mache den Wühlmäusen den Garaus. Immer wieder stehe er zur Verfügung, wenn es darum gehe, Kindern die Freude an der Gartenarbeit, am Sägen und Bohren zu vermitteln. Und so wundert es auch nicht, dass sein Wunsch einem Schatten spendenden Baum gilt, den er bisher im Sinnesgarten vermisse. Makel sagt zu, dass sich die Gemeinde nach einem geeigneten Baum umsehen werde.

Ingrid Männecke, setze sich seit vielen Jahren ebenfalls für das Gemeinwohl ein, so gehe ihre Arbeit im Heimatverein, weit über das übliche Maß eines Ehrenamtes hinaus. Aber nicht nur im Heimatverein, sondern auch im Festausschuss der Gemeinde, in der Kyffhäuserkameradschaft und in der Gewerkschaft IGBCE engagiere sie sich ehrenamtlich. Auch für sie gab es einen Blumenstrauß und einen Gutschein, um sich den Wunsch, „in Celle herumzukommen“, zu erfüllen.

Makel dankte allen Geehrten noch einmal für ihr vorbildliches Verhalten, das weit vom „mmmm-Menschen“ (man müsste mal machen) entfernt sei. Sie seien diejenigen, die es dann einfach machen. Im Anschluss wurde zum gemütlichen Beisammensein und dem Genießen des liebevoll vorbereiteten Buffets eingeladen.

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