EICKLINGEN/ESCHEDE. Der Spielplan wollte es, dass erst die zweite und bereits einen Tag später die erste Eicklinger Mannschaft auf den VfL Wathlingen traf. Dabei konnte die zweite Vertretung am Freitagabend in eigener Halle dem abstiegsbedrohten VfL nach katastrophalem Beginn immerhin noch einen Punkt abnehmen. Nach den Eingangsdoppeln lagen die Eicklinger bereits mit 0:3 hinten und nachdem auch Noah Lüpke gegen Tanja Rittierott das Nachsehen hatte, stand es schnell 4:0 für die Gäste von der anderen Seite der Fuhse. Erst langsam fand Eicklingen 2 in das Spiel zurück und nach Punkteteilungen im oberen Paarkreuz – Carsten Pröve schlug Steffen Jürgens und sorgte für den ersten Punkt – und in der Mitte dank Guido Koch, wendete sich allmählich das Blatt.

Insbesondere das starke Eicklinger dritte Paarkreuz mit Frank Weiss und Joe Angermann waren der Garant dafür, dass man vor dem Schlussdoppel doch noch die Chance hatte, auf ein Unentschieden. Frank Weiß konnte dabei gegen Kreuschner mehrere Matchbälle abwehren und ein fast schon verloren geglaubtes Spiel noch drehen. Beim Spielstand von 7:8 trafen im finalen Doppel Lüpke/Pröve auf Cimen/Jürgens. Die Partie verlief relativ einseitig und mit 11:7, 11:6 und 11:4 konnte zumindest noch dieser eine Punkt gewonnen werden, der möglicherweise im Abstiegskampf noch entscheidend sein könnte. „Das war dem Spielverlauf nach ein glückliches, aber letztlich auch verdientes Unentschieden. Trotzdem müssen wir natürlich zusehen, dass wir unsere Doppelleistungen in den nächsten Spielen steigern“, so Frank Weiss nach der Partie.

Dazu hatte die Mannschaft bereits am nächsten Tag in Eschede Gelegenheit. Allerdings erlebte die Truppe nur wenige Stunden später quasi das gleiche Dilemma. Ehe man sich versah, stand es 3:0 für den Tabellenletzten Eschede und deren Nr. 1, Holger Brandes, konnte gegen Carsten Pröve die Führung sogar noch ausbauen. Erst Noah Lüpke konnte in der fünften Begegnung den ersten Punkt holen durch ein deutliches 3:0 gegen Karsten Frobusch. Nach weiteren Punkteteilungen in den Paarkreuzen 2 und 3 führte Eschede schon fast uneinholbar mit 6:2 Punkten. Spät aber nicht zu spät besann sich die Truppe um Frank Weiss auf ihre Tugenden und biss sich nochmal rein in eine eigentlich schon verlorene Begegnung.

Nacheinander wurden die letzten sieben Einzel gewonnen und das Spiel doch noch gedreht zum 9:6-Endstand. Insbesondere Noah Lüpke, Frank Weiss und Guido Koch mit jeweils zwei Einzelsiegen hatten einen großen Anteil an dem Coup. „Das Vorhaben mit den Doppeln hat nicht geklappt. Nun gut. Aber die Moral ist wirklich intakt, wenn man am Doppel-Spieltag in der zweiten Begegnung noch so fighten kann und das Ding dreht. Jetzt können wir etwas beruhigter in die nächsten Spiele gehen mit immerhin elf Punkten auf dem Konto. An den Doppeln müssen wir natürlich trotzdem arbeiten“, so ein leicht verschmitzt lächelnder Frank Weiss auf der abschließenden Pressenkonferenz.

Die 1. Herren hatte ganz offensichtlich kein Doppelproblem. Lediglich zwei Sätze überließen die Eicklinger ihren Wathlinger Gastgebern. Es folgte dann das seit Monaten mit Spannung erwartete „Familienduell“ über das bereits im Vorfeld viel diskutiert wurde. Markus Scavarda traf auf seine Ehefrau Tanja Rittierott. Es war in jedem Fall die spannendste Partie des Tages. Rittierott hatte bereits mit 2:0 Sätzen die Nase vorn, bevor ihr Gatte zur Freude seiner Mannschaftskameraden endlich in die Spur fand und zum 2:2 ausgleichen konnte. Der letzte Satz war nichts für schwache Nerven. Tanja Rittierott warf alles in die Waagschale aber am Ende musste sie ihrem Angetrauten nach 9:11 Punkten zum Sieg gratulieren. Der Wiederstand der Gastgeber war gebrochen. Die restlichen fünf Einzel waren eine mehr oder weniger deutliche Angelegenheit für die Eicklinger Gäste. Alle Begegnungen endeten in drei Sätzen. Nach zweieinhalb Stunden Spielzeit stand der 9:0 Sieg fest und Eicklingen 1 sitzt  damit dem TUS Bergen weiterhin im Nacken. „Wir müssen auch in den nächsten Partien weiterhin so konzentriert zu Werke gehen um den Druck aufrecht zu erhalten und unsere Ausgangsposition vor dem letzten Spiel gegen TUS Bergen möglichst noch etwas zu verbessern. Einstellung und Form stimmen jedenfalls in der Mannschaft“, so Kapitän Albrecht Meier nach der Partie.

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