EICKLINGEN. Alle zwei Jahre fährt am frühen Vormittag des Himmelfahrttages ein vollbesetzter Bus mit französischem Kennzeichen durch Eicklingen und macht in Sandlingen auf Hof Jürgens Halt. Das wird auch in diesem Jahr der Fall sein und wieder werden gut 60 Personen aus der Eicklinger Partnerstadt von ihren deutschen Freunden erwartet. Diese freundschaftliche Begegnung die im jährlichen Wechsel in Eicklingen und Deauville stattfindet, jährt sich in diesem
Jahr zum 51. Mal.

Aus den ersten Begegnungen in den sechziger Jahren, ins Leben gerufen von Fritz Söhnholz und Pierre Santos, ist mittlerweile eine offizielle Städtepartnerschaft erwachsen, von zwei Orten, wie sie unterschiedlicher wohl kaum sein könnten. Der mondäne Badeort am Atlantik mit Spielcasino, Traumstrand, Filmfestival und Rennbahn auf der einen
Seite und die mittelständisch aber immer noch stark bäuerlich geprägte Gemeinde im Herzen des Flotwedel, bekannt durch landwirtschaftliche Erzeugnisse aber in erster Linie wohl durch ein spektakuläres Schützenfest.

Nach offizieller Begrüßung durch die Gemeinde Eicklingen in Person ihres Bürgermeisters und Landtags-Abgeordneten Jörn Schepelmann sowie der Rats-Mitglieder wird traditionell gemeinsam in den Jürgenschen Räumen gefrühstückt. Es folgen drei abwechslungsreiche Tage mit gemeinsamen Events wie z. B. den Sport-Wettkämpfen im Tischtennis und im Schießen. In der Eicklinger Grundschul-Turnhalle werden am Samstag früh, nach dem Abspielen der Nationalhymnen, die sportlichen Sieger mit dem kleinen Zelluloid-Ball ermittelt wie auch parallel im Kyffhäuser-Schießstand in Sandlingen in den unterschiedlichen Schützenklassen und -Kategorien. Im Mittelpunkt des komplett privat organisierten Austausches stehen aber die persönlichen Begegnungen der Teilnehmer und die gemeinsamen Abende. Nach drei sicherlich ereignisreichen Tagen werden die Freunde aus Deauville am Sonntag morgen verabschiedet und machen sich mit hoffentlich vielen positiven Eindrücken wieder auf die ca. 1.000 Kilometer lange Heimreise.

Die beiden Ur-Väter der Partnerschaft Fritz Söhnholz (links) und Pierre Santos (rechts). 

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