Ein Stadtteil von Celle lebt in Angst

Leserbeiträge Von Extern | am Di., 31.08.2021 - 22:03

CELLE. Zu den Überfällen in Scheuen (CELLEHEUTE berichtete) äußert sich die "Dorfgemeinschaft Scheuen" (Ansprechpartner der Reaktion bekannt). Wir geben die Meinung wie gewohnt unzensiert und unkommentiert wieder:

Seit einigen Vorfällen im äußeren Bereich der Stadt Celle, in den Dörfern Scheuen und Groß Hehlen, die zur Stadt Celle gehören, besteht eine allgemeine Verunsicherung bei den Bürgern. Offensichtlich besteht ein Zusammenhang mit Bewohnern und insbesondere einem Bewohner, aus einem Obdachlosenheim / Reziolisationseinrichtung in Scheuen / Reiherberg.

Eine Kurz-Zusammenfassung:
Am 18. Juli 2021 erfolgte ein Einsatz der Feuerwehr wegen eines Brandes mit Menschengefährdung. Die Einsatzkräfte von Feuerwehr (und Feuerwehrfrauen) und der Polizei werden beleidigt und durch dichtes Aufdrängen und Bedrängen an ihrer Arbeit behindert.
In den vergangenen Wochen ereigneten sich mehrere Vorfälle mit volltrunkenen Personen, die einen Einsatz von RTW und Polizei nach sich zogen.
Auch nächtliche Ruhestörungen sind vermehrt zu verzeichnen.
Im August befand sich eine Frau mit dem Fahrrad zwischen Scheuen und Groß Hehlen auf dem Fahrradweg. Beim Vorbeifahren an einer männlichen Person wurde dieser Frau auf das Hinterteil geschlagen. Die Frau fuhr weiter, zum Glück.
Weniger Glück hatte in Scheuen eine Zeitungszustellerin (28. Juli 2021), die überfallen wurde.
Auch weniger Glück hatte am 28. August 2021 eine Rentnerin. Bei einem Überfall zwischen Scheuen und Groß Hehlen wurde der mitgeführte Einkaufsbeutel mit Geldbörse entwendet. Im Weiteren wurden danach 1.500 € von ihrem Konto abgebucht.
Ob Einbrüche in das Sportheim Scheuen mit Diebstahl von Leergut auf das Konto dieser Täter gehen, kann nicht eindeutig zugeordnet werden. Ebenso der Aufbruch eines Baucontainers im Recyclinghof in Scheuen, mit Diebstahl.

Zumindest haben insbesondere junge Frauen Angst, auch deshalb, dass offenbar immer Frauen angegriffen werden. So soll nicht nur eine Frau vom Fahrrad getreten worden sein, sondern es wurde auch eine Frau von einer männlichen Person mit heruntergelassener Hose bedrängt. Eine weitere Frau wurde abends von einer männlichen Person verfolgt. Da diese von den vorherigen Sachverhalten Kenntnis hatte und ihren Verfolger nicht kannte, hatte sie Angst. Dieses wurde untermauert, als die männliche Person ebenfalls mehrfach die Straßenseite wechselte und immer dichter kam. Als die Frau zum Handy griff und sich schutzsuchend zu einem Haus begab, verschwand die männliche Person.
Mittlerweile ist es normal, dass Frauen sich u.a. auch über die rechtlichen Möglichkeiten zur Nutzung von Tierabwehrsprays informieren.

Die Vorfälle sind nicht nur polizeilich bekannt, die Frauen tauschen sich in einer WhatsApp-Gruppe insbesondere zu einer bestimmten Person aus, wenn diese irgendwo gesichtet wird – eine eigene WarnApp! Aber ist das der richtige Weg in der heutigen modernen Zeit? Macht es Sinn, dass solch eine Einrichtung in einem Dorf eingerichtet wird? Macht es Sinn, dass offensichtliche Straftäter sich frei bewegen dürfen? Muss immer erst etwas schlimmes passieren, bevor gehandelt wird? Die Lage hat sich mittlerweile so zu gespitzt das die Eltern ihre Kinder nicht mehr alleine im Dorfspielen lassen, da sie Angst haben das auch ihnen etwas passieren könnte, noch vor ein paar Monaten war es Gang und Gebe das die Scheuener Kinder alleine durch die Straßen gefahren sind oder am Waldrand ohne Bedenken eine Bude bauen konnten.

Einige Kinder sind auch mit dem Fahrrad zur Schule gefahren, da aber wiederholt auf der Strecke zwischen Scheuen und Groß Hehlen die Frauen angegriffen wurden ist dieses leider nicht mehr möglich.

Zu diesen Sachverhalten erhalten die Bürger auf Nachfrage bei der Polizei aus datenschutzrechtlichen und ermittlungstaktischen Gründen keine Auskunft, werden aber im Umkehrschluss auch nicht über eine bestehende Gefahr gewarnt. Der Informationsfluss im Dorf erfolgt durch Weitergabe von bekannten Sachverhalten.
Bekannt ist bei den Bürgern auch, dass es sich offenbar um eine bestimmte Person handelt, die von der Polizei gesucht wird.
Somit leben die Frauen weiterhin im Bewusstsein, eventuell das nächste Opfer zu werden.