CELLE. Die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Celle e.V. lädt in Kooperation mit der Jüdischen Gemeinde e.V. und dem Stadtarchiv Celle zu einem Vortrag ein: „Vom Saulus zum Paulus? Eine andere Sicht auf Paulus – historisch genauer und theologisch angemessener“ lautet der Titel eines Vortrags mit Prof. Klaus Wengst, Braunschweig, der am Donnerstag, 13. Juni, 19 Uhr, in der Synagoge Celle (Im Kreise 24) zu hören ist. Dazu schreiben die Veranstalter:

„Dass Jesus zeitlebens Jude war und kein Christ, hat sich inzwischen weithin herumgesprochen. Dass es sich bei Paulus in dieser Hinsicht nicht anders verhält, ist noch relativ unbekannt. Nach dem Selbstzeugnis seiner Briefe wie auch nach der Darstellung der Apostelgeschichte war er Jude bis zuletzt – ein Jude, der zum Glauben an Jesus als Messias gekommen war und als so Glaubender Jude blieb. Wen Paulus warum vor seinem ‚Damaskuserlebnis‘ verfolgte und was sich daraus für ihn ’nach Damaskus‘ ergab, danach soll gefragt werden“, kündigt . Die traditionell protestantische Paulusdeutung (Glaube gegen Werke, Gnade gegen Leistung) ist eine Projektion mit enorm antijüdischer Wirkung. Diese Projektion kann für Luthers Zeit verständlich gemacht, darf aber heute nicht mehr wiederholt werden. Was aber war dann das Besondere bei Paulus?“





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