"Eine Welt der Vielfalt": Kinder lernen, besser miteinander klar zu kommen

Gesellschaft Von Redaktion | am Do., 28.06.2018 - 20:50

BERGEN. Die Kinder stehen, jedes auf einem Blatt Papier, und warten gespannt. Dann erhalten sie die Aufgabe, ein Ziel am anderen Ende des Raumes zu erreichen. Den Boden sollen sie dabei nicht direkt berühren. Gemeinsam überlegen sie, wie sie mit den ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln das Ziel erreichen. Mit ganzem Einsatz schaffen sie es schließlich und freuen sich miteinander. Diese Aufgabe haben Schülerinnen und Schülern der Hinrich-Wolff-Schule im Rahmen des Projekts „Eine Welt der Vielfalt“ erhalten. Das Projekt wurde von den Schulleiterinnen der Bergener Grundschulen Katja Tank und Ute Tolk sowie dem Caritasverband Celle Stadt und Land erarbeitet. Die finanziellen Mittel hierfür wurden vom Begleitausschuss im Rahmen des Bundesprogrammes „Demokratie leben!“ bereitgestellt.

Die Sozialpädagogin Lea Wolf betreut seit März diesen Jahres das Projekt, bei dem die Kinder lernen sollen, aufeinander einzugehen, Rücksicht zu nehmen und Problemlösungsstrategien zu erarbeiten. „Es geht darum, dass Kinder in einer heterogenen Gruppe zusammenarbeiten, sich einbringen, Vorurteile untereinander abbauen und schließlich besser miteinander klar kommen“, so Wolf, Sozialpädagogin der Caritas. Bis Ende 2018 wird sie das Projekt leiten. Im Rahmen von didaktisch und methodisch vielfältig gestalteten Gesprächskreisen und Gruppenangeboten sollen Grundschulkinder zum Teil auch unter Einbezug der Eltern bei diesem Projekt Problemlösungsstrategien erarbeiten und Möglichkeiten finden, damit sie sich besser in die Gemeinschaft einbringen können.

Das Projekt richtet sich insbesondere an Kinder mit Fluchterfahrung, Kinder, die Deutsch noch nicht so gut sprechen oder Kinder, die sich ausgegrenzt fühlen. Mithilfe der Gruppenaktivitäten soll einer Ausgrenzung gezielt entgegengewirkt, das Klima untereinander verbessert und das Demokratiebewusstsein gefördert werden. „Ich bin froh, dass sich Lea Wolf und die Caritas bei uns in Bergen für die Kinder engagieren. Der Bedarf an Hilfe, Begleitung und Unterstützung von vielen Kindern ist immens“, so Katja Tank, Schulleiterin der Hinrich-Wolff-Schule. Das Gruppenangebot wird im außerschulischen Rahmen an der Hinrich-Wolff-Schule und Eugen-Naumann-Schule in enger Zusammenarbeit mit den Lehrerinnen und Lehrern durchgeführt.

„Ich bedanke mich bei allen Beteiligten, die sich für das gewinnbringende und fruchtbare Projekt sowie dessen Umsetzung einsetzen. Gewinnbringend wäre aus meiner Sicht eine Fortsetzung der Aktivitäten über den 31.12.2018 hinaus“, so der Integrationsbeauftragte der Stadt Bergen, Philipp Legrand.