HANNOVER. Vor dem Hintergrund der globalen Entwicklung der Autoindustrie und den Herausforderungen des Klimaschutzes gewinnt die Elektromobilität zunehmend an Bedeutung. Ein vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur gefördertes Projekt widmet sich den Auswirkungen des Einsatzes von Elektrofahrzeugen auf den Tourismus.

In drei vom Tourismus geprägten Gebieten Deutschlands sollen die Chancen der Elektromobilität für die Tourismusbranche untersucht und umsetzungsreife Konzepte entwickelt werden. Dabei handelt es sich um die Insel Rügen, die Nordseebäder Butjadingen sowie um die Bahnstrecke zwischen Celle und Uelzen. Koordiniert wird das Projekt von dem Amt electric der Metropolregion Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg.

Geschäftsführer der Metropolregion, Raimund Nowak: „In dem Projekt Elektromobilität für Tourismusorte soll gezeigt werden, wie Tourismusregionen durch einen offensiven Umgang mit Elektromobilität an Attraktivität gewinnen können. Elektromotoren arbeiten geräuschlos und stoßen lokal keine Schadstoffe aus. Diese Vorteile sind gerade in Urlaubsregionen von hoher Bedeutung. Um die Elektromobilität voranzutreiben, müssen in Gastronomie und Handel tragfähige Geschäftsmodelle für die Bereitstellung von Leihfahrzeugen und Ladeinfrastruktur entwickelt werden.

Zielregionen Insel Rügen – Nordseebäder Butjadingen – Bahnstrecke Celle-Uelzen
Für das Projekt wurden drei Regionen mit einem starken Tourismusbezug in Deutschland ausgewählt. Dabei handelt es sich um die Insel Rügen, die Nordseebäder Butjadingen (Landkreis Wesermarsch) sowie die in der Lüneburger Heide liegende Bahnstrecke zwischen Celle und Uelzen. Die Realisierung soll in Kooperation mit den lokalen Gebietskörperschaften, Unternehmen und Tourismusverbänden erfolgen. In den einzelnen Regionen sollen auch spezifische Fragestellungen bearbeitet werden. So wird an der Bahnstrecke Celle-Uelzen die Rolle der Bahnhöfe im Mittelpunkt stehen.

Amt electric: regional verankert – international vernetzt
Die Metropolregion Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg engagiert sich seit Jahren für die Entwicklung der Elektromobilität. Das Amt electric wird von rund 60 Kommunen getragen. Städte und Kreise werden bei der Schaffung guter Rahmenbedingungen für Elektromobilität beraten. Zudem betreibt das Amt electric mit derzeit rund 250 Fahrzeugen eine der größten kommunalen Elektroflotten Europas.

Im Rahmen der Initiative „Schaufenster Elektromobilität“ der Bundesregierung hat sich das Amt electric zu einem gesuchten Partner für regionale und überregionale Projekte entwickelt. So werden auch Erfahrungen aus Frankreich und Spanien einfließen. Mit Partnern aus diesen Ländern steht die Metropolregion im engen Austausch.

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